Hertha pflanzte zwei Hecken, um die Spionage-Angriffe anderer Klubs zu verhindern. Dazu soll auch noch ein Vorhang als Sichtschutz installiert werden.  Foto:  Imago Images

Hertha BSC macht die Schotten dicht! Rund um den Schenckendorffplatz pflanzten die Blau-Weißen zwei Hecken, die an den Längsseiten des Feldes im Olympiapark als Sichtschutz vor Spionage-Angriffen schützen sollen. Wie der KURIER erfuhr, wird zusätzlich ein Vorhang an der Kopfseite des Platzes zur Hanns-Braun-Straße installiert, um die Scouts anderer Klubs zu vertreiben.

Lesen Sie auch: Schlaflos in Berlin: Herthas Pal Dardai bezwingt seine Angst vor Alligatoren >>

Denn Spionage ist in der Bundesliga an der Tagesordnung. Viele Klubs schicken ihre Scouts durch die Republik. Die sogenannte Gegnerbeobachtung ist ein wichtiges Puzzlestück in der Spielvorbereitung.

Der FC Bayern und Borussia Dortmund schützen sich seit Jahren – große schwarze Vorhänge versperren in der Regel jeden Blick auf die Übungsplätze. Herthas Problem: Der Olympiapark ist extrem weitläufig und von vielen Seiten gut einsehbar.

Lesen Sie auch: Diesen Problem-Profis droht nun die Bank: Dardais Hertha-Startelf-Roulette gegen Eintracht Frankfurt >>

Das sollen nun die beiden Hecken und der Vorhang ändern. Die Blau-Weißen wollen sicherstellen, dass kein Fotograf oder Scout an den letzten zwei Trainingstagen, die offiziell sowieso unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, noch an wichtige Informationen kommt.

Foto: Matthias Koch
Erschwerte Bedingungen für Fotografen: Die neue Hecke soll schon bald für Sichtschutz an den beiden Längsseiten des Trainingsplatzes sorgen. 

Für die Fans wird sich nichts ändern. Sobald es die Lage aufgrund der Corona-Pandemie wieder zulässt, freut sich Hertha auf Trainingszuschauer. Dann sollen wie in der Vergangenheit die ersten drei Tage in einer normalen Trainingswoche öffentlich sein. Auch Autogrammjäger sind dann wieder willkommen.