Der ehemalige Kapitän Axel Kruse (58) spart nach dem Bruch mit Hertha BSC im Jahr 2023 nicht mit Kritik. Seine bedingungslose blau-weiße Brille ist schon lange nicht mehr da. Eine kesse Lippe hatte Kruse schon immer. Beim RBB-Podcast „Hauptstadtderby“ mit dem ehemaligen Union-Manager Christian Beeck (54) geht er nun auf einen Hertha-Profi los.
Kruse nimmt Herthas frühes Gegentor auseinander
Es geht um das 0:1 in der 8. Minute beim 2:3 gegen Hannover 96 vergangenen Sonnabend. Stürmer Luca Schuler (26) hatte bei einer Freistoßflanke am langen Pfosten nicht aufgepasst und ließ den Torschützen Boris Tomiak fast ohne Gegenwehr einnetzen.

Bei der Diskussion, warum vier Tage nach dem unglücklichen Pokalfight gegen Bundesligist SC Freiburg (5:6 n.E.) mental und physisch gerade in der ersten Halbzeit gegen Hannover etwas bei den Blau-Weißen fehlte, lederte Kruse los: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass alle so bereit waren wie Dienstag gegen Freiburg. Wenn ich dann Schuler sehe, wirklich. Das hat ja mit mentaler Frische nichts zu tun und körperlich schon gar nicht, wenn ich nach acht Minuten schlafe wie ein Osterhase und lass den da hinten laufen.“
Kruse: „Wenn ich dann Schuler sehe ...“
Beeck pflichtete bei: „Wenn du nach acht Minuten so pennst, das darf nicht in so einem wichtigen Spiel passieren.“ Besonders ärgerlich ist es schon, denn eigentlich hatte Hertha in dieser Saison diese Defensivschwäche bei Standards des Gegners fast abgestellt.
Schuler weiß selbst, dass er da einen Bock geschossen. Ob der fiese Osterhase-Spruch von Kruse wirklich hilft, damit er es beim nächsten Mal besser macht? Hintergrund: Hertha ist gerade auf Schuler als Stürmer angewiesen, weil Dawid Kownacki (28) auch für das Spiel am Sonntag in Paderborn gesperrt ist.



