Seine Extra-Klasse zeigte Kennet Eichhorn (16) bei seinem Sololauf zum 1:0 für Hertha BSC beim 2:1-Heimsieg gegen Greuther Fürth. Es war sein erster Zweitliga-Treffer. Wieder mal hat sich Herthas Wunderkind in den Fokus gespielt. Der Teenie wird von Topklubs in Europa gejagt. Bayern und Dortmund wollen ihn auch. Eigentlich war ein Verkauf in diesem Sommer schon fast sicher, weil der Verein Millionen braucht. Doch jetzt könnte sich eine Wende anbahnen. Bleibt Eichhorn doch?
Leitl über Eichhorn: „Ich hoffe noch ein Jahr bei uns“
Schon am Freitag bei der Pressekonferenz erklärte Trainer Stefan Leitl: „Ich und alle hier wünschen, dass Kenny bleibt. Er muss es entscheiden.“ Nach dem Abpfiff des letzten Heimspiels gegen Fürth wurde Leitl noch konkreter: „Er wird eine großartige Karriere vor sich haben. Ich hoffe, noch ein Jahr bei uns.“
Bei der Personalplanung haben sich die Koordinaten geändert. Die Transfererlöse von rund 15 Millionen Euro in diesem Sommer sollen durch Verkäufe anderer Spieler generiert werden, wenn Eichhorn bleiben sollte. Die Rechnung dahinter ist einfach: Europas bestes Talent des Jahrgangs 2009 wird im nächsten Sommer noch teurer. Sein Marktwert liegt jetzt schon bei 20 Millionen Euro.

Eichhorn hat sich noch nicht entschieden, ob er wechselt
Die Entscheidung liegt bei dem jungen Teenie selbst. Schnell zu einem Topklub, aber vielleicht nur erstmal Joker oder weiter Stammspieler bei Hertha in der Knochenmühle Zweite Liga? Sportdirektor Benjamin Weber: „Es gibt noch keine Entscheidung. Wir sind in Kontakt mit Kennys Eltern.“ Eichhorn selbst fühlt sich in dem Team pudelwohl und trotz seines Ausnahmekönnens hebt er überhaupt nicht ab.
Als er in der 69. Minute ausgewechselt wurde, verließ Eichhorn den Platz über die Torauslinie und klatschte alle Hertha-Ersatzspieler ab, die sich dort warmmachten. Er hängt irgendwie an dieser Mannschaft und an Hertha BSC. Es ist kein Wunder, denn der U17-Nationalspieler spielt seit zehn Jahren bei dem Klub.

Leitl: „Auf den Jungen prasselt gerade viel herein“
Leitl: „Auf den Jungen prasselt gerade viel herein. Doch auf dem Platz steckt er es weg. Seine Freude nach dem Tor hat man gesehen. Ein unfassbares Tor. 16 Jahre, wie bewegen uns immer darin: Welche Superlative wollen für den Jungen noch finden? Wenn du mit 16 Jahren in dieser Liga spielst wie ein gestandener Zweitliga-Profi, auch physisch mithalten kannst. Und über seine technische Qualität brauchen wir nicht sprechen. Das sagt alles aus.“


