Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann (53) wird Mitglied in Herthas Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGa. Foto: dpa

Lars Windhorst wollte mindestens einen großen Namen als Nachfolger von Jürgen Klinsmann (53) – und hat gleich zwei dicke Fische an Land gezogen: Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann (50) und Berater-Guru Marc Kosicke (49) besetzen für Windhorsts Tennor-Firma die beiden vakanten Aufsichtsratsposten in Herthas GmbH & Co. KGa.

„Ich freue mich sehr, dass sich Jens Lehmann und Marc Kosicke für uns bei Hertha engagieren werden. Beide bringen ein hohes Maß an Erfahrung und Professionalität mit. Sie werden beitragen, die hohen Ziele von Tennor und Hertha zu erreichen und den Verein gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, erklärte Windhorst am Abend per Pressemitteilung. Hertha-Manager Michael Preetz unterstrich über die Vorgänge informiert gewesen zu sein: „Wir begrüßen beide herzlich in ihrer neuen Funktion bei Hertha BSC." 

Große Ziele 

Lehmann, der als Profi bei Schalke, Mailand, Dortmund und Arsenal London eine weitaus schillernde Karriere hinlegte als später als TV-Experte, soll sich im Kontrollgremium um sportliche Belange kümmern. „Das Angebot von Lars Windhorst, an der weiteren Entwicklung von Hertha BSC mitzuarbeiten, habe ich gerne angenommen. Ich sehe dies aktuell als eines der interessantesten Projekte im Fußball", so der Ex-Profi.

Kosicke, zu dessen Klienten die Trainer Jürgen Klopp (Liverpool), Julian Nagelsmann (Leipzig) und Florian Kohfeldt (Bremen) zählen, genießt einen exzellenten Ruf als Strippenzieher hinter den Kulissen und soll für die künftige strategische Ausrichtung verantwortlich sein. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen von Lars Windhorst und Tennor. Mit meiner Expertise im Fußball-Business leiste ich gerne einen Beitrag zum Erreichen der großen Ziele, die sich Hertha zusammen mit Lars Windhorst gesetzt hat“, erklärte Kosicke. 

Ruhiger wird es bei Hertha nicht

Zur Erinnerung: Klinsmann war nach seiner spektakulären Flucht als Hertha-Trainer im Februar auch von seinen (zwischenzeitlich ruhenden) Aufgaben als Aufsichtsrat entbunden worden. Wie schon Klinsmann werden auch Lehmann und Kosicke lediglich in beratender Funktion für Windhorst tätig sein. Einfluss auf der operative Geschäft der ausgegliederten Lizenzspielerabteilung, deren Geschäftsführer Preetz und Finanz-Boss Ingo Schiller sind, haben sie nicht. 

Klar ist aber: Mit dem Duo wird es bei Hertha auch nach dieser denkwürdigen Saison nicht ruhiger. Besonders Lehmann, der zuletzt kurzzeitig als Co-Trainer beim FC Augsburg arbeitete, gilt als Querdenker, der gerne den Finger in die Wunde legt.