Hertha BSC

Kownacki krank, Schuler schlapp, wer stürmt gegen Schalke?

Sonnabend startet für Hertha BSC die Rückrunde gegen Spitzenreiter Schalke, doch da gibt es ein Problem im Sturm.

Author - Wolfgang Heise
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Herthas Stürmer Dawid Kownacki und Luca Schuler machen Trainer Stefan Leitl gerade Sorgen.
Herthas Stürmer Dawid Kownacki und Luca Schuler machen Trainer Stefan Leitl gerade Sorgen.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

In sechs Tagen will Hertha BSC den Angriff auf die Spitzenplätze der Zweiten Liga wagen – Heimspiel am Sonnabend (20.30 Uhr) gegen Tabellenführer Schalke 04. Doch da gibt es ein Problem: Es hakt im Sturm! Dawid Kownacki (28) war zuletzt krank und Luca Schuler (26) ist gerade platt.

Das Trainingslager in Portugal begann mit einem Rückschlag. Eigentlich sollte sich Dawid Kownacki als Stürmer Nummer 1 an der Algarve auf die Rückrunde einschießen. Doch der Pole konnte wegen einer Grippe nicht mitreisen, auch eine Nachreise klappte nicht.

Bitter nicht nur für den Spieler, sondern auch für Stefan Leitl. Der Coach wollte nämlich das Camp im Süden dafür nutzen, dass Kownacki nach seiner zweimonatigen Verletzungspause (Sprunggelenk) in der Hinrunde voll ins Team eingebaut wird. Jetzt muss Kownacki nach überstandener Erkältung erst mal den Trainingsrückstand aufholen. Ein Kandidat für die Startelf gegen Schalke ist der Leihstürmer eher nicht.

Schuler nach einer halben Stunde ausgewechselt

Das wäre alles noch nicht ganz so schlimm, denn Luca Schuler war zum Hinrunden-Ende in guter Form. Insgesamt schoss er fünf Tore in der Liga und zwei im Pokal. Beim 2:3-Test stand er auch in der Startelf, aber Leitl wechselte ihn überraschend in der 33. Minute aus und für ihn stürmte der dritte Angreifer Sebastian Grönning (28).

Beim letzten Hinrundenspiel, dem 1:1 gegen Bielefeld, wurde Dawid Kownacki für Luca Schuler eingewechselt.
Beim letzten Hinrundenspiel, dem 1:1 gegen Bielefeld, wurde Dawid Kownacki für Luca Schuler eingewechselt.IMAGO/Matthias Koch

Leitl sagt zu dem schnellen Wechselspiel: „Ich wollte Sebo ein bisschen länger spielen lassen. Luca hat mir den Eindruck gemacht, dass er nicht ganz auf der Höhe ist, vielleicht in Form von Müdigkeit.“

Leitl: „Es geht um Intensität, das hat mir nicht gefallen“

Leitl weiter: „Es geht grundsätzlich darum, mit wie viel Intensität wir auch bei schlechten Bodenverhältnissen Fußball spielen, und das hat mir in der ersten Phase nicht ganz so gut gefallen. Da wollte ich kein Risiko eingehen und habe ihn runtergenommen.“

Die knallharten Trainingseinheiten hinterließen bei dem groß gewachsenen Schuler (1,90 m) wohl mehr Spuren als bei anderen Spielern. Die Frage ist nun, ob sich der ehrgeizige und fleißige Schuler schnell davon erholt. Leitl betont noch mal, was er von den Profis sofort beim Rückrundenstart sehen will: „Wir müssen am Sonnabend Intensität auf den Platz bekommen.“ Tendenz: Schuler steht wieder in der Startelf, doch wenn er noch immer schlapp ist, wird wohl Grönning wieder eingewechselt.