Hertha BSC

So denkt Trainer Leitl über den Eitschberger-Poker

Youngster Julian Eitschberger möchte im Winter weg, trotzdem hält Trainer Stefan Leitl zu ihm.

Author - Wolfgang Heise
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Hertha-Trainer Stefan Leitl beobachtet die Leistungen von Julian Eitschberger genau.
Hertha-Trainer Stefan Leitl beobachtet die Leistungen von Julian Eitschberger genau.IMAGO/nordphoto/Engler

Wie geht es mit Julian Eitschberger (21) bei Hertha BSC weiter? Der junge rechte Außenverteidiger möchte eigentlich in diesem Winter weg. Fortuna Düsseldorf und der VfL Bochum sollen Interesse an Eitschberger haben. Ein brisanter Schwebezustand für den Spieler und für den Verein. Trainer Stefan Leitl versucht jetzt dort Dampf herauszunehmen.

Hertha-Trainer Leitl: Eitschi ist unser Junge

Als vor Weihnachten bekannt wurde, dass Eitschberger gerne den Klub trotz Vertrages bis 2027 verlassen möchte, war er beim letzten Hinrundenspiel, dem 1:1 gegen Bielefeld nicht im Kader. Doch im Trainingslager war der Außenbahnspieler wieder voll dabei und stand beim 2:3-Test gegen Lüttich sogar in der Startelf.

Leitl stellt klar: „In unserem Umgang mit Eitschi hat sich gar nichts geändert, weil Eitschi unser Junge ist, er ist aus der Hertha-Akademie. Ich glaube, man hätte das Ganze auch anders kommunizieren können. Da sind aber weder wir noch Eitschi verantwortlich für.” Zur Erklärung: Eitschbergers Berater war mit den Transfergedanken an die Öffentlichkeit gegangen.

Leitl: „Eitschberger ist Teil der Mannschaft“

Der Coach braucht Ruhe im Team, damit der Rückrundenstart nächsten Sonnabend gegen Schalke 04 gelingt. Deswegen plant er auch weiterhin mit Eitschberger. Leitl: „Solange dieser Wechselwunsch nicht erfüllt ist, ist er Teil der Mannschaft und auch wieder eine Option für den Kader und die Spieltage.”

Herthas Youngster Julian Eitschberger ist mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden und will den Klub im Winter verlassen.
Herthas Youngster Julian Eitschberger ist mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden und will den Klub im Winter verlassen.IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch

Dem Spieler selbst hat er es im Vier-Augen-Gespräch auch klar gemacht, aber gleichzeitig ermahnt: „Ich erwarte absolutes Commitment dem Verein und der Mannschaft gegenüber, wenn es nicht zum Wechsel kommt. Das habe ich Julian auch so gesagt. Eitschi ist total motiviert und integriert im Team. Letztendlich ist der Spieler dafür verantwortlich, Leistung zu bringen.“

Poker um EitschbergersAblöse geht weiter

Hinter den Kulissen wird längst gepokert. Hertha BSC pocht bisher auf eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro. Die beiden interessierten Klubs wollen aber nur die Hälfte zahlen. Das werden noch spannende drei Wochen bis zum Transferschluss am 2. Februar. Bis dahin hat Eitschberger noch dreimal die Chance, für Hertha zu spielen – gegen Schalke, beim KSC und gegen Darmstadt. Oder am Ende doch noch viel länger ...