Diese Zahl und der Titel passte Marton Dardai (23) überhaupt nicht. 13 Gelbe Karten und einmal Gelb-Rot kassierte der Innenverteidiger von Hertha BSC in der vergangenen Saison. Das war in der Zweiten Liga der Sünder-Rekord. Und jetzt? Nach der Hinrunde wurde der ungarische Nationalspieler erst zweimal verwarnt. Wandel oder einfach zurück zum alten Marton?
Im Trainingslager in Portugal sagt Dardai: „Was die Verwarnungen angeht: Nach der vergangenen Saison, in der ich 13 gelbe Karten kassiert habe, hatte ich mir das Ziel gesetzt, darauf mehr zu achten. Bis jetzt ist mir das gelungen und ich hoffe, es geht so weiter.“
13 Gelbe Karte passen nicht zu Marton Dardai
Der technisch starke Innenverteidiger war bisher nie als Rüpel in der Karten-Statstik aufgefallen. Ganz im Gegenteil: Seit 2020 ist Marton Dardai, der zweitälteste Sohn von Hertha-Ikone Pal Dardai, im Profikader. In der Bundesliga holte er sich bis zum Abstieg 2023 in 41 Spielen nur vier Gelbe Karten ab.
Auch in der raueren Zweiten Liga kassierte er dann in der Saison 2023/24 in 29 Spielen auch nur vier mal den Karton. Doch vergangene Spielzeit war Dardai Gleich dreimal für ein Spiel gesperrt ( zweimal Gelb-Sperre, einmal Gelb-Rot-Sperre).

Diesmal will er ganz an einer Sperre vorbeikommen, das könnte klappen. Er kämpft fair gegen ein ungerechtfertigtes Rüpel-Image an. Jetzt ist der Verteidiger wieder in Topform, das war am Saisonanfang nicht so und er gibt es auch ehrlich zu: „Der Saisonstart war eine schwierige Zeit für mich, aber ich habe sehr gute Unterstützung vom Trainerteam und den Kollegen bekommen. Dafür bin ich sehr dankbar. Speziell Stefan Leitl hat viel mit mir geredet und mir immer wieder Mut zugesprochen.“
Dardais Ziel: „Es ist möglich aufzusteigen“
Es half. Nach dem 3:0 in Hannover im September hatte Dardai wieder seine Sicherheit zurück. Dardai: „Ich habe versucht, noch mehr zu machen, noch mehr zu arbeiten, um mir selbst nichts vorwerfen zu müssen. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als es dann wieder besser lief.“
In der Rückrunde soll es nicht nur besser laufen, sondern optimal. Dardai: „Wir haben eine gute Mannschaft, wenn wir das Maximale auf den Platz kriegen, ist es möglich, aufzusteigen. Aber: Wir schauen von Woche zu Woche, wollen uns noch verbessern und gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen.“




