Jetzt ist er da! Der neue linke Flügelstürmer Josip Brekalo (27) gibt bei Hertha BSC sofort Vollgas. Vertrag unterschrieben und am Dienstag gleich raus zum ersten Training auf dem Schenckendorffplatz. Der Ex-Wolfsburger, der vom spanischen Erstligisten Real Oviedo kommt, hat eine viereinhalbjährige Odyssee quer durch Europa hinter sich. Mit den Blau-Weißen will er raus aus der Karriere-Sackgasse.
Brekalo: „Ich musste viel lernen“
Das gibt Brekalo auch ungeschönt zu. Im Interview der Hertha-Homepage sagt er ehrlich: „Ich habe in den vergangenen zwei, drei Jahren einige sportliche Entscheidungen getroffen, aus denen ich viel lernen musste. Aber ich glaube, dass Hertha und ich ein perfektes Match sind.“

Vor viereinhalb Jahren wechselte der Flügelstürmer zum FC Turin, es folgten Stationen beim AC Florenz, Hajduk Split in Kroatien, beim türkischen Klub Kasimpasa, bis er schließlich im Sommer 2025 in Oviedo landete. Doch auch da wurde er nicht glücklich. 15 Spiele in der Hinrunde der La Liga, davon aber nur sechsmal in der Startelf.
Es folgte im Januar die Auflösung des bis Sommer 2027 laufenden Vertrags beim spanischen Klub. Gut für Hertha: Brekalo kommt ablösefrei. Es ist kein Leihgeschäft. Der Kroate ging ein hohes Risiko ein. Denn bei Hertha läuft der Kontrakt erst mal nur bis zum Saisonende, plus Option auf Verlängerung. Er setzt alles auf die blau-weiße Karte.
Bei Hertha BSC wurden Brekalos Augen groß
Über seinen Blitzwechsel sagt er: „Es ging alles sehr schnell, innerhalb weniger Tage. Als ich gehört habe, dass Hertha Interesse hat, sind direkt meine Augen groß geworden. Ich wollte unbedingt herkommen. Ich sehe das Potenzial des Vereins und diese Möglichkeit in meiner aktuellen Situation. Ich freue mich darauf, vielleicht ein Teil der Mannschaft zu sein, die diesen Verein wieder dorthin bringt, wo er hingehört.“
Der Restart seiner Karriere wird ihm bei Hertha leicht gemacht, zwei Spieler kennt er noch aus Wolfsburg – Jay Brooks und Paul Seguin. „Jay ist ein richtiger Berliner Junge, er wird mir sicher helfen, hier schnell anzukommen. Ich habe gute Erinnerungen an ihn. Paul habe ich in meinem ersten Jahr in Deutschland getroffen“, sagt er.

Die härteste Umstellung für den 1,75-Meter-Mann ist erst mal die Kälte: „Die Temperaturen waren natürlich ein kleiner Schock für mich, so ehrlich muss ich sein. Im Vergleich zu Spanien war es ein Unterschied von knapp 20 Grad.“
Doch gebibbert hat er nicht beim ersten Training. „Trotzdem hat es Spaß gemacht. Die anderen haben mich sehr gut aufgenommen. Es hilft natürlich, dass ich schon ein paar Jungs kenne und mich auf Deutsch verständigen kann, um mich so schnell wie möglich zu integrieren.“



