Eigentlich ist Paul Seguin (30) ein sehr ruhiger Zeitgenosse. Doch wehe, Hertha BSC schießt ein Tor, dann dreht der Mittelfeldspieler regelmäßig am Rad und rempelt seine Mitspieler von hinten im vollen Lauf an. Seguin ist der blau-weiße Jubel-Rambo im Team, schubst er Sonnabend (20.30 Uhr) seinen Ex-Klub Schalke 04 vom Thron?
Die Gelsenkirchener sind Tabellenführer, verlieren sie gegen Hertha und Verfolger Eversberg gewinnt in Nürnberg, rutscht Schalke auf Platz 2 ab. Für Seguin wäre es eine süße Rache. Die Schalker wollten ihn im Sommer nicht mehr und er ging nach Berlin.
Doch dann mussten sich seine blau-weißen Kollegen erstmal richtig dran gewöhnen, weniger an seinen Pässen und Spielweise, sondern an seine handgreifliche Jubelorgien nach Toren.
Schuler-Scherz über Seguin: „Strafanzeige ist raus“
Er kommt jedes Mal im Spurt angerannt und schubst seine Mitspieler. Beim humorigen Video-Jahresrückblick 2025 amüsierten sich Marten Winkler, Toni Leistner, Luca Schuler und Linus Gechter über Rambo-Seguin. Jubelsequenzen wurden eingespielt und genüsslich wiederholt.

Gechter: „Wie der angerannt kommt, ist crazy. Wie böse der guckt.“ Schuler scherzte nur: „Den Mann muss man einfangen. Es ist tatsächlich so, dass wir als Mannschaft schon eine Strafanzeige gegen ihn gestellt haben. Der Prozess läuft noch. Deswegen können wir da nichts Genaueres zu sagen.“
Die Frage, was Seguin macht, wenn er selbst trifft, beantwortete er bei seinem ersten Hertha-Tor beim 1:1 gegen Bielefeld. Sich selbst konnte er nicht schubsen. Dafür trat er eine Werbebande mit dem Fuß um. Seguin sagte dazu: „Ach, das sind nur Emotionen, die müssen manchmal raus.“
Gegen Schalke Seguins nächstes Tor?
Nach seiner schweren Fuß- und Wadenverletzung, die ihn zwei Monate zurückwarf, kam der Mittelfeldstratege zum Hinrundenende immer besser in Form. Wegen der Zwangspause verpasste er das 1:2-Hinspiel auf Schalke, jetzt kann er es seinem Ex-Klub zeigen.



