Herthas Trainer Sandro Schwarz grübelt noch, welche Spieler er nicht mit ins Trainingslager nach England nimmt.
Herthas Trainer Sandro Schwarz grübelt noch, welche Spieler er nicht mit ins Trainingslager nach England nimmt. Imago/Weiland

Hertha BSC hebt am Dienstag ab! Flug ins zweite Trainingslager ins englische Burton-upon-Trent. Doch wer sitzt dann alles an Bord? Momentan ist der blau-weiße Kader mit 40 Mann sehr groß. Trainer Sandro Schwarz (43) wird nicht alle Spieler mitnehmen. England oder raus? Harte Entscheidungen stehen an.

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Herthas Luxusproblem: Alle Talente trumpften auf

Schwarz, der das Team jetzt seit drei Wochen betreut, konnte von jedem Einzelnen viele Eindrücke sammeln und sagt: „Wir werden jetzt alles in Ruhe sacken lassen und dann in Ruhe eine Entscheidung treffen.“

Der Trainer weiß um das fragile Gebilde dieser Mannschaft und wird auf alle Fälle nicht brachial vorgehen. Er hat nicht mal eine Anzahl an Profis im Kopf, die er ins englische Fußball-Leistungszentrum (40 Kilometer nördlich von Birmingham) mitnehmen will. Schwarz: „Wir legen jetzt nicht generell eine Zahl fest. Wir schauen da individuell.“

Hertha BSC: Nsona, Ngankam und Lee am Knie verletzt

Mesut Kesik (l.) machte als Sechser in Herthas Testspielen eine gute Figur.
Mesut Kesik (l.) machte als Sechser in Herthas Testspielen eine gute Figur. City-Press

In den ersten zwei Wochen waren die Nationalspieler wegen ihrer Länderspiele noch im Urlaub. Seit vergangenen Montag sind sie zurück. Während ihrer Abwesenheit spielten bei Schwarz die Talente aus den Nachwuchsmannschaften mit. Normalerweise ist beim taktischen Feinschliff im zweiten Trainingslager dann für den ein oder anderen Jungprofi Schluss. Diesmal eher nicht. Die Talente haben vorbildlich Gas gegeben. Da wird ein Aussortieren schwierig. Da wäre zum Beispiel Mesut Kesik (19). Der defensive Mittelfeldspieler, der vor vier Jahren vom 1. FC Union zu Hertha stieß, legte in den Testspielen einen soliden Part als Sechser hin.

Hertha BSC: Ascacibar und Dilrosun vor dem Absprung

Schwarz setzt die Kategorien anders an. „Wir müssen schauen, was bei dem einen oder anderen die Reha betrifft, ob es hier vor Ort mehr Sinn macht und nicht im Trainingscamp.“ Kelian Nsona ist noch länger am Knie verletzt, Dong-Jun Lee laboriert auch noch an einer Knieverletzung. Genau wie Jessic Ngankam. Die drei sind schon mal raus.

Noch da oder schon weg? Herthas Santiago Ascacibar im Gespräch mit Trainer Sandro Schwarz.
Noch da oder schon weg? Herthas Santiago Ascacibar im Gespräch mit Trainer Sandro Schwarz. City-Press

Dazu kann es noch bis zur Abreise einige Abgänge geben. Am heißesten sind die Wechsel von Santiago Ascacibar (West Ham United und der SSC Neapel pokern um ihn) und Javairo Dilrosun (Feyenoord Rotterdam ist dran). Dazu gibt es weitere Kandidaten: Stürmer Kris Piatek sowie die Verteidiger Jordan Torunarigha, Omar Alderete, Marton Dardai und Deyovaisio Zeefuik.

Deyovaisio Zeefuik hat keine Hertha-Zukunft

Dem Holländer wurde klargemacht, dass man nicht mehr mit ihm plant. Schwarz sagt es so: „Die Situation ist klar bei Deyo, das haben wir offen mit ihm im Vier-Augen-Gespräch kommuniziert. Er hat sich aber in den vergangenen Wochen sehr gut verhalten.“

Das klingt nach netten Worten zum Abschied. Nur einen Verein hat Zeefuik noch nicht. Doch es macht auch wenig Sinn, ihn noch mit nach England zu nehmen, wenn er keine Rolle mehr spielt. Montag will Schwarz sagen, wer endgültig mit auf die Insel fliegt.

Bei Hertha bleibt es spannend.

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