Ex-Herthaner Mitchell Weiser darf in Leverkusen nur noch trainieren. Er wurde aus dem Kader gestrichen.
Ex-Herthaner Mitchell Weiser darf in Leverkusen nur noch trainieren. Er wurde aus dem Kader gestrichen. dpa/Rehbein

Was macht Ex-Herthaner Mitchell Weiser (28) bloß aus seiner Karriere? Dem rechten Außenverteidiger droht der totale Absturz, weil er auf Millionen Euro von seinem jetzigen Klub Bayer Leverkusen pocht. Jetzt wurde er vom Klub kaltgestellt.

2018 war für Weiser die Welt noch komplett in Ordnung. Bei Hertha hatte der Ex-Bayern-Profi einen Stammplatz und mit Trainer Pal Dardai einen Mentor. Doch er wollte höher hinaus und wechselte zu Liga-Konkurrent Leverkusen. Die Blau-Weißen kassierten 12 Millionen Euro Ablöse.

Weiser pocht auf Millionen Euro

Neuanfang bei Werder Bremen in der Zweiten Liga, doch jetzt platzte wegen Mitchell Weiser der endgültige Wechsel.
Neuanfang bei Werder Bremen in der Zweiten Liga, doch jetzt platzte wegen Mitchell Weiser der endgültige Wechsel. dpa/Jaspersen

Doch für den Außenbahnspezialisten ging es bei der Werkself stetig bergab. In der Saison 2018/19 kam er noch auf 30 Einsätze, ein Jahr später nur auf 18 und 2020/21 nur noch auf fünf. Im Sommer 2021 wollte Leverkusen ihn nicht mehr und verlieh ihn an Werder Bremen. Für Weiser eine große Chance, wieder Fuß zu fassen. Die Hanseaten schafften mit ihm den sofortigen Wiederaufstieg. Eigentlich war der endgültige Wechsel an die Weser nur noch eine Formsache. Eigentlich …

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Leverkusen kam den finanzschwachen Bremern entgegen und wollte nicht mal eine Ablöse für Weiser. Doch die beiden Klubs hatten die Rechnung ohne Weiser gemacht. Weil er einen Vertrag bis 2023 bei Bayer hat und dort jährlich rund 3 Millionen Euro Gehalt kassiert, aber Werder nur eine Million zahlen kann, bestand Weiser auf eine Entschädigung von Leverkusen. Darauf ging Bayer-Geschäftsführer Simon Rolfes nicht ein. Der Deal platzte!

Bayer gab Weiser die 00-Klonummer

Leverkusen setzte zum Demütigungskonter an und gab Weiser, der zwar offiziell wieder zum Kader gehört, die Rückennummer 00, also die Klozahl. Nach einem Tag wurde die 00, dann doch wieder durch Striche ersetzt. Trainer Gerardo Seoane plant absolut nicht mehr mit ihm und hat Rückendeckung von Rolfes.

Der Bayer-Geschäftsführer sagt es klipp und klar: „Mitchell Weiser muss wissen, welche Prioritäten er setzt. Natürlich hat er hier einen besseren Vertrag, als er vielleicht in Bremen kriegen würde. Aber er weiß, dass er ablösefrei gehen kann. Also muss er sich entscheiden zwischen sportlicher Perspektive und Vertrag absitzen.“ Die Aussage ist ein echter Imageschaden für Weiser. Schließlich gilt er so als Spieler, der lieber die Kohle kassiert, anstatt zu spielen.

Weiser hat sich in seiner Karriere verdribbelt. Der Wechsel von Hertha zu Leverkusen vor vier Jahren war schon ein Fehler und jetzt könnte es ganz fatal werden.

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