Hertha-Trainer Pal Dardai (r.) gratuliert dem 1. FC Union gerne, sieht aber auch die Blau-Weißen auf einem guten Weg.  Imago

Hertha-Trainer Pal Dardai ist ein fairer Sportsmann. Entsprechend ehrlich gratuliert der Ungar dem Lokalrivalen 1. FC Union zum Erreichen des Europacups. „Großen Glückwunsch und Respekt“, sagte Dardai am Sonntag in seiner letzten Online-Medienrunde in dieser Saison. „Ich weiß, was diese Platzierung in der Bundesliga bedeutet.“

Während der 1. FC Union sein zweites Jahr in der Erstklassigkeit mit Rang sieben abschloss und im Sommer in der neu geschaffenen Conference League startet, rettete Hertha mit Rang 14 nach einem Kraftakt noch den Klassenverbleib.

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Hertha mit großem Vorsprung auf Union 

Von einer Neuordnung des Kräfteverhältnisses in Berlin will Dardai aber nichts wissen: „Es gibt die ewige Bundesliga-Tabelle. Hertha schaut da nicht schlecht aus. Es gibt solche Jahre, auch bei besseren Vereinen. Wir müssen nur schauen, wo Schalke oder Hamburg jetzt stehen.“

Während Hertha im Langzeit-Tableau nach 1284 Spielen auf Rang zwölf liegt, rangiert Union nach 68 Partien auf Platz 43.

Pal Dardai lobt Hertha-Fans 

Auch die blau-weiße Gruselsaison habe ihren positiven Effekt: „Wir dürfen uns freuen, dass wir das geschafft haben. Wir müssen daraus lernen“, erklärte Dardai, für den besonders der Schulterschluss mit den Fans etwas ganz Besonderes war: „Sie standen hinter uns. Auch die Ostkurve. Die Fans waren am Bus oder vor dem Hotel, haben aber nie aggressiv Druck aufgebaut. Das war wirklich positiv und das erste Mal, dass wir so zusammengearbeitet haben.“

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Auch auf höchster Ebene sei man im Überlebenskampf zusammengerückt. „Das habe ich noch nie erlebt. Wir haben mit Arne Friedrich einen Sportdirektor, der die Mannschaft atmen lässt“, lobte Dardai. Friedrich sei dennoch nah dran und bekomme alles mit.

Behalte Hertha diesen Kurs, blickt Dardai positiv in die Zukunft. „Wenn wir das alles beibehalten, hat Hertha eine extrem positive Energie. Wenn das weiter zusammenwächst, ist es schwierig, uns zu stoppen.“