Herthas ausgeliehener Stürmer Krzysztof Piatek schaffte bei US Salernitana noch nicht den Durchbruch, traf nur dreimal in der Serie A.
Herthas ausgeliehener Stürmer Krzysztof Piatek schaffte bei US Salernitana noch nicht den Durchbruch, traf nur dreimal in der Serie A. imago images/La Presse/Grassi

Zwei Profis konnte Herthas Manager Fredi Bobic bisher in der Wintertransferperiode von der Gehaltsliste streichen. Vladimir Darida geht zum griechischen Erstligisten Aris Saloniki und Dong-Jun Lee kehrt nach einem Jahr zurück nach Südkorea. Es könnten noch weitere Spieler in den nächsten Wochen gehen. Doch der Hammer-Ausverkauf von Altlasten passiert erst im Sommer. Doch vier teure Stars versenken gerade 27 Millionen Euro. Die Verkäufe werden nicht so einfach …

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Krzysztof Piatek (27) tritt auf der Stelle

Der polnische Nationalstürmer kam im Januar 2020 in der Klinsmann-Zeit für 24 Millionen Euro vom AC Mailand (Vertrag bis 2025). Bei Hertha konnte er sich nie durchsetzen. Im Januar 2022 wurde Piatek das erste Mal an den AC Florenz ausgeliehen, die Italiener schickten ihn nach einem halben Jahr wieder zurück. Und die jetzige Leihe zu US Salernitana? Elf Spiele, drei Tore. Eine echte Leistungsexplosion sieht anders aus, deswegen sank seit Marktwert auf 11 Millionen Euro. Da half auch nicht die WM-Teilnahme mit Polen. Da war der Angreifer nur Bankdrücker. Der Verkauf wird schwierig, wenn er nicht doch noch bei Salernitana im neuen Jahr zur Tormaschine wird. Momentan: 13 Millionen Verlust. 

Santiago Ascasibar (25) ohne Stammplatz

Herthas Santiago Ascacibar (r.) im Duell mit Sampdorias Manolo Gabbiadini. Der Argentinier kämpft bei Cremonsese um einen Stammplatz.
Herthas Santiago Ascacibar (r.) im Duell mit Sampdorias Manolo Gabbiadini. Der Argentinier kämpft bei Cremonsese um einen Stammplatz. dpa/Grassi

Auch der Argentinier kam im Januar 2020. Satte 9 Millionen Euro zahlte Hertha an den VfB Stuttgart. Der Mittelfeldkämpfer wurde von Klinsmann in seinen berüchtigten Tagebüchern gelobt: Ein Spieler mit Mehrwert. Doch davon ist Ascacibar (Vertrag bis 2024) weit entfernt. Sein Markwert schrumpfte bei den Blau-Weißen auf 6,5 Millionen Euro und auch der Wechsel zum italienischen Tabellenletzten US Cremonese hat daran nichts geändert. Er hat dort nicht mal einen festen Stammplatz. Die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme mit Argentinien zerplatzten. Statt sich jetzt Weltmeister nennen zu können, kämpft er in Italien um den Klassenerhalt. Auch dieser Sommerverkauf wird hart. Das Minus liegt jetzt schon bei 2,5 Millionen Euro.

Omar Alderete (25) hat sich verzockt

Verteidiger Omar Alderete ist nur noch Ersatzspieler beim spanischen Klub FC Getafe.
Verteidiger Omar Alderete ist nur noch Ersatzspieler beim spanischen Klub FC Getafe. imago images/Zuma/Titone

Das ist ein absolutes Drama, was mit dem paraguyanischen Verteidiger passiert. Er kam im Sommer 2020 vom FC Basel zu Hertha BSC für 4 Millionen Euro Ablöse. Nach mäßigen Leistungen wurde Alderete ein Jahr später an den FC Valencia für ein Jahr ausgeliehen. Dort legte er eine Topleistung hin, mehrere spanische Klubs wollten ihn, seine Ablöse stieg im Sommer 2022 auf 10 Millionen. Doch er verzockte sich komplett und landete beim Abstiegskandidaten FC Getafe. Und dort machte er gerade mal drei (!) von 14 Spielen. Jetzt ist er wieder nur 4 Millionen Euro wert. Bitter, auch für Hertha, denn das macht 6 Millionen weniger.

Alexander Schwolow (30) auf Schalke umstritten

Herthas Torhüter Alexander Schwolow hat auch auf Schalke eine schwere Zeit und kassierte schon 32 Gegentore.
Herthas Torhüter Alexander Schwolow hat auch auf Schalke eine schwere Zeit und kassierte schon 32 Gegentore. dpa/Stache

Rund 7 Millionen Euro blätterte Hertha im Sommer 2020 für den Torwart hin. Als Nummer 1 leistete sich Schwolow (Vertrag bis 2025) zu viele Unsicherheiten und Patzer. Nach zwei Jahren wurde er an Ligakonkurrent Schalke 04 ausgeliehen. Er ist zwar dort Stammkeeper, aber sehr umstritten. Schalke will ihn im Sommer wieder nach Berlin schicken. Das Problem ist nur: Im Ruhrpott ist sein Marktwert noch weiter gesunken und liegt bei 1,5 Millionen Euro. Der Verkauf liegt bei einem Minus-Geschäft von 5,5 Millionen.

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