Der Druck war riesengroß. Hertha BSC musste in Elversberg gewinnen, um noch vom Aufstieg träumen zu dürfen. Die Blau-Weißen taten es. 3:0 (1:0) gegen den Konkurrenten aus dem Saarland. Erster Hertha-Sieg 2026, Freude und Erleichterung pur. Nur Trainer Stefan Leitl tobte einmal richtig ...
Zeefuik nach 15 Minuten verletzt raus
Vor dem Anpfiff der nächste Rückschlag. Innenverteidiger Marton Dardai klagte über Hüftschmerzen und konnte nicht spielen. Für ihn rutschte Routinier Toni Leistner in die Startelf. Hertha versuchte sofort ein Pressing aufzubauen und griff die Saarländer früh an.
Das Problem: Elversberg nutzte es mit einem langen Pass in der 5. Minute aus. Linus Gechter erwischte den Ball nicht, so konnte David Mokwa aufs Hertha-Tor stürmen. Zum Glück machte sich Keeper Tjark Ernst ganz lang und klärte im Zweikampf mit den Händen. Den Ball bekam Lukas Petkov vor die Füße, Seinen Schuss klärte Michal Karbownik auf der Linie. Glück gehabt!

Dann der nächste Schock in der 14. Minute: Deyo Zeefuik sprintete auf der linken Seite los. An der Grundlinie wurde er vom Elversberger Jan Gyamerah leicht geschubst, knickte um und rutschte in die Werbebande. Danach humpelte er noch eine Minute über den Platz, musste raus und fasste sich ans rechte Knie, das sah nicht gut aus.
Klemens köpft zum 1:0 ein
Die blau-weißen Profis ließen sich nicht beeindrucken. Die erste Riesenchance dann durch einen Kopfball von Linus Gechter (39.) .SVE-Keeper Nicolas Kristof parierte auf der Linie. Doch dann war es so weit. Paul Seguin mit einer starken Ecke in den Fünf-Meter-Raum. Pascal Klemens nickte zum 1:0 (42..) ein. Trainer Stefan Leitl blieb ruhig und jubelte nicht auf der Bank. Hertha hat ja schon oft geführt und dann doch nicht gewonnen.
Leitl tobt und sieht Gelb
Doch dann wurde Leitl wütend. Elversbergs Stürmer Mokwa hatte Gechter im Laufduell ans Ohr geschlagen (45.+2). Herthas Verteidiger blieb benommen liegen. Gelbe Karte für Mokwa? Fehlanzeige! Leitl nahm einen Ball an der Trainerbank und warf ihn schnaubend auf den Boden. Dafür sah er dann Gelb. Noch nach dem Pausenpfiff tobte der Coach.
Nach dem Wiederanpfiff hatte Kapitän Fabian Reese die Chance zum 2:0. Doch sein Schuss wurde vom Rücken des Elversbergers Le Joncour (48.) abgeblockt. Zehn Minuten später fuhren die Blau-Weißen dann einen Konter aus dem Lehrbuch. Traumpass von Seguin auf Reese, der lief los, Querpass zu Stürmer Luca Schuler und der traf cool zum 2:0.




