Die Fans dürfen jubeln, die Spieler dürfen sich kurz freuen. Doch einer bleibt bei Hertha BSC nach dem 3:0-Auswärtssieg bei der SV Elversberg knallharter Realist. Trainer Stefan Leitl holte alle Blau-Weißen ganz schnell vom kurzzeitigen Höhenflug wieder runter. Abheben gibt es bei Leitl nicht.
Leitl: „Elversberg war überlegen“
Der Coach sezierte diesen Sieg ganz genau. Erst kam das Lob für das Team: „Wir haben uns vorgenommen sehr diszipliniert zu spielen. Noch ein Tick tiefer zu stehen, um die Räume enger für Elversberg zu gestalten. Das ist uns über weite Strecken gelungen.“
Doch dann kommt das große Aber. Leitl knallhart: „Offensiv wollten wir noch mehr Umschaltsituationen kreieren, das ist uns nicht so gut gelungen. Elversberg war überlegen im Spiel. Zum Schluss hatten wir Glück und Tjark Ernst. Es ist ein Sieg, der zu hoch ausfällt, aber am Ende verdient ist.“
Leitl will erstmal keine Emotionen. In drei Tagen steigt das Pokal-Viertelfinale gegen Bundesligist SC Freiburg. Der Coach hat den Schalter mental schon auf dieses Hammerspiel gelegt. Trotzdem durften sich die drei Torschützen von Elversberg natürlich freuen, aber bitte nur kurz.
Pascal Klemens machte das 1:0
„Der Sieg ist ein schönes Gefühl, wenn man bedenkt, dass wir die letzten Spiele gut gespielt haben, ohne uns zu belohnen. Bei meinem Tor bin ich einfach hochgegangen, der Ball kam auf meinen Kopf und landete im Netz. Es ist ein wenig Spielglück, aber am Ende ist es ein klarer Gewinn. Treffer freuen einen immer, vor allem nach so einer langen Zeit und einer so schweren Saison für mich. So geht es hoffentlich weiter!“

Luca Schuler, Torschütze zum 2:0
„Wir sind sehr glücklich. Es war ein enorm wichtiges Spiel für uns, um oben dranzubleiben. Vorne waren wir effektiv und haben die Partie diesmal auch über die Bühne gebracht. Manche Phasen muss man gegen Elversberg überstehen, das haben wir getan und in den richtigen Momenten die Tore nachgelegt. Individuell haben wir einige Dinge ein wenig besser gemacht als zuletzt, auch wenn vielleicht noch nicht alles perfekt war. Dienstag geht es weiter. Aber es ist auch wichtig, dass wir das jetzt kurz genießen.“



