Darauf hatten viele Hertha-Fans gewartet: Was sagen die Bosse von Hertha BSC zu dem massiven Polizeieinsatz mit Pfefferspray, bei dem 52 Menschen vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 verletzt wurden? Sonntag um 15.15 Uhr gab es das Statement auf der Homepage von Hertha BSC. Und das hat es in sich …
Das Präsidium und die Geschäftsführung bestätigen indirekt, die Beschwerden der Hertha-Fanhilfe über diesen Polizeieinsatz. Auch die Darstellung der Berliner Polizei, dass der Einsatz durch gewalttätige Fans verursacht wurde, wird dagegen nicht bestätigt, sondern vom Verein selbst überprüft.
Hertha sorgt sich über das Verhalten der Polizei
Die ersten Sätze deuten dabei schon einiges an: „Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis. Die Berliner Polizei hat hierzu eine erste Darstellung veröffentlicht, in der verschiedene Abläufe und Wahrnehmungen geschildert werden. Diese Darstellungen werden wie alle anderen Ausführungen sorgfältig geprüft und in die weitere Einordnung einbezogen.“

Es liegt eine grundlegende Skepsis vor. Denn der Klub beobachtet das Verhalten der Polizei bei Heimspielen im Olympiastadion auch schon seit längerem. Weiter heißt es: „In den vergangenen Monaten ist aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholt der Eindruck entstanden, dass Einsatzkonzepte und polizeiliche Präsenz von Fans als zunehmend konfrontativ und in der Gesamtheit an Spieltagen, insbesondere am gestrigen Spieltag, nicht mehr durchgängig deeskalierend wahrgenommen worden sind.“
Seit Monaten gibt es Fan-Beschwerden über die Polizei
Damit nicht genug. Denn der Klub sucht wegen der Beschwerden der Fans seit Wochen das Gespräch. „Diese Wahrnehmung teilt auch Hertha BSC und hat entsprechende Beobachtungen wiederholt gegenüber der Polizei adressiert“, so der Klub.



