Die Bundesliga-Saison ist beendet, doch Italien spielt noch an diesem Wochenende. In der Serie A könnte es ein Sensation-Showdown am letzten Spieltag geben. Und mittendrin ist Marc Oliver Kempf (31), der zweieinhalb Jahre für Hertha BSC spielte.
Kempf ist seit zwei Jahren in Como glücklich
Mit seinem Klub Como 1907 hat der Verteidiger schon das kleine Wunder erreicht. Die Europa-League-Teilnahme in der nächsten Saison ist dem Nobelklub aus Norditalien sicher. Doch da ist auch noch das große Wunder möglich: Kempf winkt die Champions League.
Wer hätte das gedacht? Als der Abwehrspieler im Januar 2022 zu Hertha kam, fand er ein Bundesliga-Team in Auflösung vor. Dabei hatte er selbst mentale Probleme, wie er später verriet. Das Resultat war, dass Kempf im Oberhaus bei Hertha nie richtig überzeugen konnte. Erst nach dem Abstieg 2023 zeigte er konstante, gute Leistungen.

Como ist der Sensationsklub in Italien
Ein Jahr später lockte das Abenteuer in Italien. Como 1907 war gerade unter dem spanischen Trainer Cesc Fabregas in die Serie A aufgestiegen und brauchte einen robusten Verteidiger. Und Hertha brauchte das Geld: Für 2 Millionen Euro wechselte Kempf schließlich an den idyllischen Comer See.
Der Klub, finanziert von den indonesischen Milliardärbrüdern Michael Bambang und Robert Budi Hartono, will ganz groß angreifen. Vor einem Jahr jubelten alle in Como: Starker Platz zehn für den Aufsteiger. Oft ist das zweite Jahr schwieriger. Doch Como legte den nächsten Durchmarsch hin und hat mit nur 28 Gegentore die beste Abwehr Italiens!
So kann Como in die Champions League kommen
Einen Spieltag vor Saisonende belegt der Klub Platz 5 mit 68 Punkten, nur zwei Zähler hinter AS Rom. Wenn Como am Sonntagabend bei US Cremonese gewinnt und die Römer keinen Sieg bei Absteiger Hellas Verona (dort spielt Ex-Herthaner Suat Serdar, der in der Rückrunde wegen eines Kreuzbandrisses ausfiel) holen, wäre das Wunder perfekt. Kempf mit Como auf Rang 4, Königsklasse inklusive.



