Die Enttäuschung bei Hertha BSC ist nach dem 3:3 in Fürth groß. Sieg trotz zweifacher Führung verschenkt, dazu im Aufstiegsrennen mit nur 27 Punkten erstmal zurückgeworfen worden. Da war wie schon beim 0:2 gegen Magdeburg zu wenig Biss bei den blau-weißen Profis. Fünf Gegentore in zwei Spielen, das bringt Trainer Stefan Leitl auf die Palme. Jetzt greift er vor dem letzten Spiel des Jahres gegen Arminia Bielefeld (Freitag, 18.30 Uhr) durch.
„Wir haben über Wochen hinweg kaum Gegentore und kriegen jetzt ins zwei Spielen fünf Gegentore. Das ist mir deutlich zu viel. Es geht um Intensität, dann sind wir gut. Das wird diese Woche dann Thema sein“, kündigt Leitl an. Der Coach drückt es höflich aus, dass er den Spielern kurz vor der Weihnachtspause noch mit der Rute kommt.
Sieben Pflichtspiele in Serie gewann Hertha. Sechs davon ohne Gegentor. Erst beim 6:1-Pokalsieg gegen den 1.FC Kaiserslautern musste Keeper Tjark Ernst das erste Mal wieder hinter sich greifen.

Nach 6:1-Pokalgala folgte der Hertha-Kater
Nach der Gala folgte der Kater. 0:2-Heimpleite gegen den 1. FC Magdeburg und jetzt dieses 3:3 in Fürth. Leitl mahnt an: „Wir sind immer dann gut, wenn wir eine Kompaktheit an den Tag legen und diszipliniert gegen den Ball spielen. Dann sind wir ganz schwer zu schlagen. Wir haben das in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. Aber in der zweiten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff mehr, weil die Fürther besser waren.“
Der Schlendrian muss wieder raus. Die Spieler sahen es schon nach dem Abpfiff in Fürth ein. Kapitän Fabian Reese: „Wir haben gemeinschaftlich nicht gut verteidigt. Das müssen wir uns ankreiden.“ Auch Torwart Tjark Ernst sah es so: „In der zweiten Halbzeit hat uns die Intensität gefehlt. Wir standen nicht so gut, wie wir es in dieser Saison schon gezeigt haben. Wir standen defensiv zu offen, haben den Fürthern zu viel Platz im Strafraum gelassen und es ihnen zu leicht gemacht, Tore zu erzielen.“



