616 Strafminuten

Hilfe, die Eisbären haben ein Strafbank-Problem!

Nach dem 1:2 gegen Bremerhaven mahnt EHC-Trainer Serge Aubin zu mehr Disziplin.

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Eisbären-Trainer Serge Aubin war gar nicht zufrieden mit den vielen Strafzeiten seiner Profis.
Eisbären-Trainer Serge Aubin war gar nicht zufrieden mit den vielen Strafzeiten seiner Profis.Imago Images/nordphoto/Engler

Die Eisbären schütteln zwar nach der 1:2-Klatsche gegen Bremerhaven ein bisschen den Pelz, aber ansonsten sehen sie die Felle im Kampf um den Meistertitel noch lange nicht wegschwimmen. Immerhin fehlte den Eisbären gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven ein ganzer Fünfer-Block.

Marcel Noebels, Lean Bergmann, Frederik Tiffels und Patrice Cormier hatten sich beim Spiel in München (6:3) eine Erkältung eingefangen und der lange verletzte Ty Ronning befindet sich noch in der letzten Phase seines Trainings für den Wiedereinstieg. Aber schade ist es schon, wenn die Eisbären nach 29 Tagen an der Tabellenspitze ausgerechnet in den letzten Spielen den Platz an der Sonne einbüßen.

Das gibt auch EHC-Kapitän Kai Wissmann zu: „Natürlich ist es schade, dass wir im letzten Moment den Spitzenplatz verpasst haben. Aber unser Hauptrunden-Ziel einen Rang unter den Top-Vier zu ergattern, haben wir erreicht.“

Eisbären-Coach Aubin: „Durch Strafen den Faden verloren“

In das gleich Horn stößt auch Eisbären-Trainer Serge Aubin: „Wir haben gut gespielt, aber durch die vielen Strafen den Faden verloren. Im Großen und Ganzen bin ich dennoch sehr zufrieden mit der Hauptrunde. Jetzt geht es aber wieder von vorne los. Wir sind bereit.“

Die Spitze der Rüpel-Tabelle verteidigten die Eisbären mit 616 Strafminuten allerdings locker. Insgesamt zehn Spiele und fast ein Drittel mussten die Eisbären mit einem Mann weniger auskommen. Mit diesem Handicap musste kein anderes Team leben. Deshalb mahnt Trainer Aubin: „Wir müssen in den Playoffs von der Strafbank unbedingt wegbleiben.“ Hoffentlich, schließlich haben die Eisbären das Ziel eines zehnten Deutschen Meistertitels noch längst nicht aufgegeben. ■