Die Eisbären Berlin haben gegen die Adler Mannheim ihren zweiten Matchpuck verwandelt und die zwölfte Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga klargemacht. Der DEL-Rekordchampion gewann das fünfte Spiel der Serie auswärts mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) und machte durch die Treffer von Doppeltorschütze Ty Ronning (20./44.), Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) den entscheidenden letzten Schritt zur erneuten Titelverteidigung. Mannheim gelang kurz vor dem Ende nur noch der Ehrentreffer durch Marc Michaelis (59.).
Berliner Eisbären spielen ihre Qualitäten aus
Dabei galt diese Berliner Meisterschaft lange als die unwahrscheinlichste, denn im Verlauf der Saison hatte der Hauptstadt-Club mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Dennoch qualifizierte er sich als Sechster für die Playoffs und behielt anschließend gegen die Straubing Tigers, den Hauptrunden-Ersten Kölner Haie und nun auch gegen die Adler die Oberhand.

Vor allem in den ersten drei Finalspielen gegen Mannheim spielten die Berliner ihre Qualitäten aus. Die Adler hofften nach dem 4:3 nach Verlängerung im vierten Duell zwar auf die historische Wende und das Ende der Titel-Sehnsucht. Doch auch in dieser Spielzeit bleibt es dabei: Einen 0:3-Serienrückstand konnte bislang noch kein Team in der DEL aufholen.
In einem intensiven Spiel hatten beide Mannschaften in der Anfangsphase Chancen - Berlin vor 13.600 Zuschauern mehr und die besseren. Doch es dauerte bis zur Schlussminute des ersten Drittels, ehe Ronning die gut 600 mitgereisten Eisbären-Fans erstmals jubeln ließ.

Der zweite Abschnitt hätte für die Gäste durch Kirks Tor kaum besser starten können. Auf der Gegenseite verpassten die Adler die schnelle Antwort, weil die letzte Genauigkeit im Passspiel fehlte und auch eine Überzahlsituation nicht genutzt werden konnte.
Eisbären-Torwart Stettmer überragt alle
Einmal mehr stand mit Eisbären-Keeper Jonas Stettmer auch an diesem Nachmittag der beste Mann zwischen den Pfosten. Berlins Leistungsträger Manuel Wiederer bezeichnete die Leistung seines Schlussmanns als „überragend“ und fügte bei Magenta Sport hinzu, dass die Leidenschaft „der Weg zum Ziel“ sei.


