Ein Blatt Papier, drei Stunden Zeit und am Ende steht eine Entscheidung, die für viele Berliner Kinder alles verändert. Seit 2024 ist der Probeunterricht die letzte Chance für viele Sechstklässler aufs Gymnasium, wenn die Noten nicht reichen. Der Test gilt als hart, die Durchfallquote als extrem hoch. Der Berliner KURIER zeigt originale Aufgaben und fragt: Würden Sie das schaffen?
Nur wenige bestehen den Gymnasium-Test
Der Probeunterricht findet am 20. Februar an zwölf ausgewählten Gymnasien in jedem Bezirk statt und wird berlinweit einheitlich durchgeführt. Geprüft werden Deutsch, Mathematik und sogenannte überfachliche Kompetenzen wie logisches Denken und selbstständiges Arbeiten. Hilfe gibt es keine. Wer am Ende weniger als 75 Prozent der Punkte erreicht, gilt als nicht geeignet fürs Gymnasium.
Der Probeunterricht wurde im vergangenen Jahr erstmals durchgeführt. Von 1937 teilnehmenden Schülern bestanden lediglich 2,6 Prozent. Die große Mehrheit erreichte die erforderliche Punktzahl nicht.
Die folgenden Aufgaben stammen aus offiziellen Beispielmaterialien zum Probeunterricht. Sie werden von der Schulverwaltung als Orientierung zur Verfügung gestellt und dienen der Vorbereitung. Diese Aufgaben werden im eigentlichen Test nicht identisch abgefragt, zeigen aber, welches Niveau und welche Anforderungen auf die Kinder zukommen. Hilfsmittel gibt es dabei nicht.
Jetzt sind Sie dran: Würden Sie diese Aufgaben unter Zeitdruck schaffen? Testen Sie sich selbst.

Hier geht es nicht ums Auswendiglernen, sondern ums genaue Lesen. Mehrere Antworten wirken plausibel, doch nur bestimmte Lösungen gelten als richtig. Wer sich von märchenhaften Formulierungen oder historischen Details täuschen lässt, liegt daneben.

Diese Aufgaben sehen auf den ersten Blick harmlos aus. Rechtecke, Figuren, eine kleine Maßangabe. Doch genau hier liegt die Falle. Wer das „1 cm“ falsch interpretiert oder vorschnell Kästchen zählt, rechnet sich schnell ins Aus. Wüssten Sie auf Anhieb, wie man die Fläche korrekt berechnet?

