Der Preisüberblick

Und wieder müssen Autofahrer zahlen: Neue Parkzonen für Friedrichshain-Kreuzberg

Der grün regierte Berliner Bezirk führt immer mehr Parkzonen ein. Wo sie sind und was sie kosten.

Author - Stefan Henseke
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Die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung bekommen in Friedrichshain-Kreuzberg mehr zu tun. Neue Parkzonen kommen dazu.
Die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung bekommen in Friedrichshain-Kreuzberg mehr zu tun. Neue Parkzonen kommen dazu.snapshot-photography/imago

Friedrichshain-Kreuzberg ist bald komplett zugepollert und eine einzige Parkzone. Nachdem zum 1. April schon der Kiez rund um die Friedenstraße zur Parkzone 54 wurde, werden in diesem Jahr fünf weitere Teile des grün regierten Bezirks zur Teuermeile für Autofahrer. Los geht es am 1. Juni.

Friedrichshain-Kreuzberg: Hier gibt es überall neue Parkzonen

Im Bezirk stehen vier weitere Starttermine für neue Parkzonen fest. Den Anfang macht am 1. Juni die Parkzone 68 im Alexandrinenviertel. Zwei Monate später, am 1. August, wird auch rund um den Mehringplatz (Parkzone 69) das Parken kostenpflichtig. Zeitgleich erweitert der Bezirk die Parkzone 63 im Graefekiez.

Damit ist der Ausbau in diesem Jahr jedoch längst nicht abgeschlossen. Auch die Bewohner rund um den Askanischen Platz (Parkzone 58) müssen sich darauf einstellen, künftig für das Abstellen ihrer Autos zu zahlen – hier beginnt die Bewirtschaftung am 1. Oktober. Als Letztes folgt am 1. Dezember das Samariterviertel in Friedrichshain.

Mit der Parkraumbewirtschaftung gilt in den jeweiligen Gebieten: Wer sein Auto auf öffentlichen Flächen abstellt, benötigt entweder einen Parkschein oder einen gültigen Parkausweis – etwa für Anwohner, Handwerksbetriebe oder Unternehmen. Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung regelmäßig.

Anwohner mit Hauptwohnsitz in einer der Zonen können online einen Bewohnerparkausweis beantragen. Er ersetzt den Parkschein, garantiert aber keinen freien Stellplatz. Alle anderen Autofahrer müssen für jede angefangene Viertelstunde Parkzeit bezahlen.

Einen Strafzettel, bitte: Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes schreibt ein Auto auf, dessen Fahrer nicht korrekt fürs Parken gezahlt hat.
Einen Strafzettel, bitte: Eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes schreibt ein Auto auf, dessen Fahrer nicht korrekt fürs Parken gezahlt hat.Michael Nguyen/imago

KURIER sagt, wie groß die Parkzonen sind und was das Parken dort kosten soll. Die neuen Parkzonen 58, 68 und 69 bilden ein großes zusammenhängendes Gebiet. Was für Parkverdrängungsverkehr sorgen könnte: Das Parken im Gebiet Mehringplatz wird teurer als in den beiden daneben liegenden Zonen.

So teuer werden die fünf Parkzonen

Alexandrinenviertel (Parkzone 68, Kreuzberg): Wird begrenzt von Lindenstraße, Landwehrkanal, Prinzenstraße, Kommandanten- und Stallschreiberstraße. Parkkosten: 0,75 Cent pro 15 Minuten.

Mehringplatz (Parkzone 69, Kreuzberg): Wird begrenzt durch Landwehrkanal, Lindenstraße, Zimmerstraße und Wilhelmstraße. Parkkosten: 1 Euro pro 15 Minuten.

Graefekiez-Erweiterung (Parkzone 63, Kreuzberg): Wird begrenzt von Landwehrkanal, Urbanhafen, Urbanstraße, Baerwaldstraße, Kottbuser Damm und Hasenheide. Parkkosten: 0,75 Cent pro 15 Minuten.

Askanischer Platz (Parkzone 58, Kreuzberg): Wird begrenzt durch Wilhelmstraße, Niederkirchnerstraße, Stresemannstraße, Köthener Straße und Hallesches Ufer. Parkkosten: 1 Euro pro 15 Minuten.

Samariterviertel (Parkzone 31, Friedrichshain). Wird begrenzt durch Frankfurter Allee, Voigtstraße, Proskauer Straße und Eldenaer Straße. Parkkosten: 0,75 Cent pro 15 Minuten.

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