Bei den Berliner Vivantes-Kliniken drohen erneut Einschränkungen im Alltag. Beschäftigte aus mehreren Bereichen legen ab Donnerstagmorgen ihre Arbeit nieder. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi.
Vivantes Warnstreik: Notfallversorgung gesichert
Der Warnstreik beginnt mit der Frühschicht und soll zwei Tage andauern. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter aus Gastronomie, Reinigung, Logistik und anderen Servicebereichen der Tochterunternehmen. Pflegekräfte und Ärzte nehmen nicht teil.
Die wichtigste Nachricht vorweg: Die Notfallversorgung soll weiterhin gesichert sein. Vivantes selbst rechnet aktuell nicht mit direkten Auswirkungen in diesem Bereich.
Trotzdem kann es für Patienten spürbar werden. Vor allem geplante Operationen könnten in den kommenden Tagen verschoben werden. Ob und in welchem Umfang das passiert, ist derzeit noch offen. Betroffene sollen rechtzeitig informiert werden.
Schon beim letzten Warnstreik Ende Februar zeigte sich, wo es eng werden kann. Damals blieben unter anderem die Bistros geschlossen. Auch diesmal könnte es wieder zu Einschränkungen im Klinikalltag kommen. Die Versorgung der Patienten mit Essen soll jedoch sichergestellt sein.

Parallel zum Streik wollen die Beschäftigten ihren Forderungen auch öffentlich Nachdruck verleihen. Am Donnerstagmorgen ist eine Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus angesetzt. Anschließend soll ein Demonstrationszug zum Verhandlungsort führen.
Verdi fordert gleiche Bezahlung für 2200 Beschäftigte
Rund 2200 Beschäftigte arbeiten in den Vivantes-Tochterunternehmen. Die Gewerkschaft Verdi fordert für sie bessere Arbeitsbedingungen und eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes für Krankenhäuser.
Konkret geht es darum, die Regelungen des sogenannten TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) eins zu eins auf die Beschäftigten zu übertragen. Die Arbeitgeberseite hat sich dazu bislang nicht durchgerungen.


