Neuer Tag, neues Glück, neue Staus und Sperrungen: Normalerweise erwarten Berlins Autofahrer jeden Tag neue, unangenehme Überraschungen. Es gibt neue Sperrungen, neue Baustellen werden eröffnet … und dann wird auch noch demonstriert. Doch jetzt gibt es mal gute Nachrichten: Nur eine Warnmeldung gibt es von der Berliner Verkehrsinformationszentrale für Autofahrer. Dafür müssen sich Fahrgäste von S-Bahnen und Regionalzügen auf Veränderungen einstellen. Der Überblick über die Verkehrsmeldungen am Freitag.
Demo blockiert den Verkehr in Kreuzberg und Neukölln
Die gute Nachricht: Es gibt keine neuen Baustellen in Berlin, wenn am Freitag der Verkehr anrollt. Die schlechte Nachricht: Zumindest auf eine größere Demo müssen sich die Autofahrer einstellen. Die findet zwischen Kreuzberg und Neukölln statt, startet um 18 Uhr am Kottbusser Tor.
Die Tour führt über Skalitzer Straße, Wiener Straße, Glogauer Straße, Pannierstraße, Sonnenallee bis zum Hermannplatz. 21 Uhr ist hier Schluss. Vorteil der späten Zeit: Gerade am Freitag dürften die meisten schon wieder auf dem eigenen Sofa angekommen sein, wenn es losgeht.
S-Bahn Berlin: Mehrere Linien unterbrochen
Während es bei der BVG keine neuen baustellenbedingten Meldungen gibt, müssen sich Fahrgäste der S-Bahn auf Veränderungen am Wochenende einstellen. Die Linien S41, S42, S46 und S47 sind teilweise unterbrochen – und das gleich zwischen Freitagabend 22 Uhr und Montagmorgen 1.30 Uhr. Die konkreten Änderungen im Fahrplan, die auf alle Fahrgäste am Wochenende zukommen:

Zwischen Neukölln und Tempelhof ist der S-Bahn-Verkehr auf allen Linien unterbrochen. Es fahren barrierefreie Busse als Ersatz. Zwischen Baumschulenweg und Neukölln fährt ein Pendelzug im 20-Minutentakt. Im Nachtverkehr in den Wochenend-Nächten ist nur ein 30-Minuten-Takt geplant. Zwischen Treptower Park und Neukölln fährt ein Pendelzug im 20-Minuten-Takt. Hier wird die Frequenz in den Wochenend-Nächten auf 15 Minuten erhöht.
Regionalzüge: Änderungen auf mehreren Linien
Auch bei den Regionalzügen gibt es wichtige Einschränkungen. Beim RE3 und beim RB24 gibt es von 21 Uhr am Freitag bis 4 Uhr am Samstag mehrere Zugausfälle auf der Strecke zwischen Eberswalde und Berlin Hauptbahnhof. Auch beim RB24 müssen sich die Bahrgäste darauf einstellen, dass nicht alle Züge fahren. „Reisende nutzen bitte den Ersatzverkehr zwischen Eberswalde Hbf und Bernau. Als Ersatz ab Bernau nutzen Sie bitte alternative Verbindungen“, teilt die Bahn mit.
Beim RE7 fallen die Züge RE75834 und RE75835 zwischen den Bahnhöfen Berlin Ostbahnhof und Berlin Ostkreuz aus. Fahrgäste sollen als Ersatz alternative Verbindungen nutzen. Wichtig: Auf der Website der Deutschen Bahn, im DB Navigator und beim VBB können sich Betroffene über die Fahrpläne und alle Einschränkungen informieren.
Das sind die größten Dauerbaustellen
Doch nicht nur die neuen Baustellen sorgen für Ärger. Einige Großprojekte werden Autofahrer noch jahrelang begleiten.
Ein besonders hartnäckiger Stau-Hotspot bleibt die Bahnhofstraße in Köpenick. Wegen des Umbaus des Bahnhofs zum Regionalbahnhof kommt es dort immer wieder zu langen Rückstaus. Zusätzlich muss die benachbarte Hämmerlingstraße regelmäßig gesperrt werden.
Die größte Engstelle befindet sich zwischen dem Bahnhof Köpenick und der Friedrichshagener Straße, wo die Fahrbahn auf einen Streifen verengt ist. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten erst im Februar 2028 abgeschlossen werden.

Ein weiterer Dauerbrenner ist die Landsberger Allee in Lichtenberg. Zwischen Oderbruchstraße und Vulkanstraße sorgen Tiefbauarbeiten immer wieder für Staus. Die Fahrbahn ist dort verengt, zusätzlich laufen Arbeiten an einer Brücke am S-Bahnhof Landsberger Allee. Wer Richtung Innenstadt unterwegs ist, wird außerdem auf der Petersburger Straße ausgebremst. Dort wird nach derzeitiger Planung noch bis Ende 2027 gebaut, an manchen Abschnitten der Landsberger Allee bis 2029.



