Ab Montag

Nach drei Monaten fährt die U-Bahnlinie U9 endlich wieder durch

Nach aufwendigen Arbeiten wegen eines Feuers im vergangenen November geht der Berliner U-Bahnhof Schloßstraße wieder ans Netz.

Author - Stefan Doerr
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Feuerwehrleute sind am 28. November 2025 am U-Bahnhof Schloßstraße im Einsatz.
Feuerwehrleute sind am 28. November 2025 am U-Bahnhof Schloßstraße im Einsatz.Marion van der Kraats/dpa

Gute Nachrichten für Berliner Fahrgäste der U9: Die Linie fährt ab Montag, 2. März, wieder planmäßig auf dem gesamten Abschnitt zwischen den U-Bahnhöfen Osloer Straße und Rathaus Steglitz. Damit endet die monatelange Einschränkung nach dem Brand im U-Bahnhof Schloßstraße vom vergangenen November.

Kabel ersetzt, verrußte Tunnel geputzt

Der Bahnhof in Steglitz wird ab 2. März endlich wieder regulär in beide Richtungen bedient. In den vergangenen Wochen hat die BVG die durch das Feuer verursachten Schäden umfassend beseitigt. Verrußte Tunnelbereiche mussten gesäubert, Kabelstränge neu verlegt und sicherheitsrelevante Systeme geprüft werden.

Betroffen waren unter anderem Anlagen für Stromversorgung, Zugsicherung sowie IT- und Kommunikationstechnik. Der Schaden war riesig: „Rund 100 beschädigte Kabel mit zahlreichen Einzeladern mussten einzeln überprüft und teilweise vollständig erneuert werden“, sagt ein Sprecher.

Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen Ende November am U-Bahnhof Schloßstraße in Steglitz.
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen Ende November am U-Bahnhof Schloßstraße in Steglitz.Marion van der Kraats/dpa

Schluss mit Ersatzbus-Ärger

Zusätzlich seien mehr als ein Dutzend Datenleitungen ersetzt worden, die unter anderem für die zentrale Überwachung und Steuerung wichtiger technischer Anlagen erforderlich sind.

Mit der Wiederinbetriebnahme ist jetzt auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im Berliner U-Bahn-Netz Schluss mit Umsteigen auf Ersatzbusse.

Ende November hatte es im Bahnhof Schloßstraße gebrannt. In einem Technikraum war ein Feuer ausgebrochen, dichter Rauch zog durch die Anlage. Teile der Infrastruktur wurden schwer beschädigt. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und hatte den Brand erst nach längerer Zeit unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, doch der Sachschaden war erheblich. Die Polizei ermittelt weiterhin wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

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