Ein farbenfrohes Spektakel kündigt sich an: Am kommenden Samstag (14. März) wird der Breitscheidplatz für einige Stunden in ein wahres Blumenmeer verwandelt. Rund 50.000 Tulpen sollen mitten in der City West ausgelegt werden und den Platz in Charlottenburg in einen Pop-up-Garten verwandeln. Wer mag, darf sogar selbst zur Schere greifen – und sich seinen eigenen Strauß sichern.
Berliner dürfen Tulpen gratis mitnehmen
Der Garten öffnet ab 11 Uhr seine Pforten, der Eintritt ist frei. Ab 12 Uhr können Besucher jeweils bis zu zehn Tulpen schneiden und gratis mitnehmen – solange die Blumenmenge reicht. Das Motto des Tages lautet „United in Bloom“, ein fröhlicher Hinweis darauf, dass der Frühling nun endgültig in der Hauptstadt angekommen ist.
Bereits im vergangenen Frühling sorgte die Aktion für große Begeisterung: Rund 5000 Menschen holten sich damals ihre Gratis-Schnittblumen. Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit regem Interesse – schließlich sind 50.000 Tulpen ein Fotomotiv, das man nicht alle Tage sieht.

Wer ein paar Tulpen ergattern will, sollte früh da sein oder sich auf Schlange stehen einstellen. Ob die Gratis-Aktion gesittet vonstattengehen wird, wird sich wohl zeigen. Berliner sind dafür bekannt, nicht gerade zimperlich zu sein. Drängeln steht hier an der Tagesordnung.
Idee aus den Niederlanden
Hinter dem Berliner „Tulip Day“ steckt die Vereinigung Tulpen Promotie Nederland (TPN), in der über 400 niederländische Tulpenzüchter zusammengeschlossen sind. Unterstützt wird der Aktionstag von der Botschaft des Königreichs der Niederlande. Für Deutschland ist es erst die zweite Ausgabe – und schon jetzt wirkt die Veranstaltung wie ein neuer Publikumsliebling.
Die Aktion will nicht nur Frühlingsgefühle wecken, sondern auch die enge Verbindung zwischen Berlin und den Niederlanden betonen. Schließlich ist keine andere Nation so eng mit der Tulpe verknüpft wie unser Nachbarland.
So halten Ihre Tulpen besonders lange
Wer am Samstag auf Tulpenjagd gehen will, sollte die Blumen möglichst weit unten am Stiel abschneiden und danach schnellstmöglich ins Wasser stellen, denn die Sorte ist extrem durstig.
Zu Hause empfiehlt es sich, die Stiele erneut ein bis zwei Zentimeter schräg anzuschneiden und die Blumen in eine saubere Vase mit nur wenig Wasser – etwa zwei bis drei Finger breit – zu stellen, da zu viel Wasser sie schneller schlapp werden lässt.

Blätter, die im Wasser stehen würden, sollten entfernt werden, um Fäulnis zu vermeiden. Auch lauwarmes Wasser beim ersten Einstellen kann helfen, die Tulpen schneller vollzusaugen. Ein kühler, zugfreier Standort abseits von direkter Sonne und Heizkörpern verlängert die Haltbarkeit zusätzlich.

