Trotz Eiseskälte stehen die Berliner am Freitagmorgen für diesen Süßfratz Schlange! Hier ist kein Labubu gemeint, sondern der „Bearista Cup“: ein limitierter Trinkbecher der Kaffeekette Starbucks, der auf Social Media einen Riesenhype ausgelöst hat. Bisher konnte man ihn nur in den USA ergattern. Am heutigen Freitag ist Verkaufsstart in Deutschland. Doch der Berliner Bär ist schwer zu kriegen.
Meine vergebliche Jagd nach dem „Bearista Cup“
Pünktlich zur Ladenöffnung um 8 Uhr stiefele ich zur Starbucks-Filiale im S-Bahnhof Alexanderplatz – nichts los. „Ich habe eine Chance!“, denke ich mir und flitze rein. Doch schon während ich die Barista an der Kasse nach dem beliebten Bären-Becher frage, sehe ich ihren mitleidigen Blick. Dann bestätigt sie mir tatsächlich: „Der ist schon ausverkauft!“
Aber wie kann das sein? „Wir haben nur 20 Stück bekommen“, erklärt sie mir. Die viralen Glasbärchen seien furchtbar schnell weg gewesen. Gegen halb acht hatte sich bereits eine kleine Schlange von Bärenjägern gebildet.

Hinter mir zeigt sich eine weitere Berlinerin enttäuscht. Auch Sarah aus Pankow wollte einen Bearista Cup ergattern: „Ich bin extra früher los zur Arbeit, damit ich mich hier anstellen kann. Aber ich war zu spät dran.“ Sarah überlegt, noch schnell in die nächste Filiale in der Friedrichstraße zu flitzen. Ob sie dort wohl mehr Glück haben wird?
Wo man den „Bearista Cup“ jetzt noch ergattern kann
Wer etwas abgelegener wohnt oder einen nicht ganz so hoch frequentierten Starbucks in Berlin anfahren kann, könnte am Freitagvormittag noch Glück haben. Beispielsweise beim Starbucks am Schloss Steglitz. Wer heute ohnehin vom Flughafen BER abfliegt, könnte es auch dort versuchen.

Ansonsten muss man sich wohl mit Kleinanzeigen begnügen. Wobei der Bearista Cup hier – wie so viele limitierte Trends – für einen stolzen Preis gehandelt wird. Obwohl der Becher im Laden 29,99 Euro kostet, wollen viele rund 100 Euro dafür haben! Die günstigsten Angebote starten bei 60 Euro.
Hier hat Sonja aus Hermsdorf einen „Bearista Cup“ gejagt
KURIER-Leserin Sonja gehört zu den Glücklichen! Sie schreibt uns von ihrem „erfreulichen“ Erlebnis: „Ich bin extra von meinem Wohnort in Berlin-Hermsdorf bis zum Olivaer Platz gefahren, um dort pünktlich zur Ladenöffnung um 07:30 Uhr einen der begehrten ‚Bearista Cups‘ von Starbucks zu ergattern.“
„Während man aus Amerika Videos kennt, auf denen sich die Menschen wegen solcher Gläser förmlich die Köpfe einschlagen, erlebte ich hier das genaue Gegenteil“, freut sich Sonja. „Es war angenehm leer und niemand musste Schlange stehen. Die Atmosphäre war absolut gesittet und freundlich.“

„Eine junge Frau neben mir lachte sogar, als ich den Bären bestellte. Eine weitere Kundin, die kurz darauf den Laden betrat, fragte halb panisch, ob bereits alle Exemplare vergriffen seien, aber alles blieb vollkommen entspannt“, schildert die Berlinerin.
„Mein Plan, bewusst eine etwas abgelegenere Filiale zu wählen und nicht die Standorte direkt am Zoo aufzusuchen, ist voll aufgegangen“, jubelt Sonja. Dort wäre es sicher deutlich voller gewesen. „Ich bin sehr glücklich, dass ich mein Sammlerstück ohne Stress und auf so angenehme Weise bekommen habe“, betont sie abschließend. „Ein schöner Beweis dafür, dass es in unserer Stadt auch ganz friedlich zugehen kann.“


