Verkehrsvorschau

Neue Sperrungen, Demos, Ersatzverkehr: Das droht Berlin am Montag

Autofahrer und Bahn-Pendler aufgepasst: In mehreren Bezirken wird es eng. Die wichtigsten Einschränkungen im Überblick.

Author - Stefan Doerr
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Auch eine Fahrrad-Demo bremst den Verkehr in Berlin am Montag aus.
Auch eine Fahrrad-Demo bremst den Verkehr in Berlin am Montag aus.serienlicht/imago

Kaum ist das Wochenende vorbei, gehen in Berlin pünktlich am Montag, 20. Juli, mehrere neue Baustellen an den Start. Und das heißt Sperrungen, Engpässe und längere Fahrzeiten. Auch Pendler im Nah- und Regionalverkehr müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Autobahn ist komplett gesperrt

Besonders betroffen ist die A111. Bis einschließlich der Nacht zum 24. Juli wird die Autobahn wegen Wartungsarbeiten in den Tunneln Beyschlagsiedlung und Forstamt Tegel jeweils nachts komplett gesperrt. Zwischen 21 und 5 Uhr ist die Strecke in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Waidmannsluster Damm und Schulzendorfer Straße dicht. Der Verkehr wird über Ruppiner Chaussee, Hennigsdorfer Straße, Heiligenseestraße, Karolinenstraße und den Waidmannsluster Damm umgeleitet.

Auch in Alt-Hohenschönhausen wird es eng. Auf der Landsberger Allee beginnen Arbeiten am Glasfasernetz. Zwischen Am Wasserwerk und Siegfriedstraße stehen in beiden Richtungen für rund zwei Wochen nur jeweils zwei Fahrstreifen zur Verfügung.

In Hakenfelde sorgen Bauarbeiten am Stromnetz für Behinderungen. An der Kreuzung Rauchstraße und Goltzstraße wird die Fahrbahn für etwa eine Woche auf jeweils einen Fahrstreifen pro Richtung verengt. Zusätzlich ist das Linksabbiegen in die Goltzstraße in Richtung Streitstraße nicht möglich.

Auf der A111 werden Tunnelarbeiten begonnen.
Auf der A111 werden Tunnelarbeiten begonnen.Jürgen Ritter/Imago

In Moabit startet die Sanierung einer Bushaltestelle auf Alt-Moabit. Bis Mitte August müssen Autofahrer in Richtung Beusselstraße zwischen Spenerstraße und Calvinstraße mit einer einspurigen Verkehrsführung rechnen.

Noch gravierender sind die Einschränkungen in Oberschöneweide. Die Edisonstraße wird zwischen Griechischer Allee und An der Wuhlheide in Richtung Treskowallee bis Mitte September vollständig für den Autoverkehr gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet, die Zeppelinstraße wird zur Sackgasse.

Zwei Demos legen den Verkehr lahm

Doch nicht nur Baustellen sorgen für mögliche Behinderungen. In Charlottenburg rollt am Nachmittag ein Fahrradkorso durch die City West, um für sichereres Radeln in Berlin zu demonstrieren. Zwischen 17.30 und 19 Uhr führt die Route mehrfach über die Kantstraße zwischen Kaiser-Friedrich-Straße und Joachimsthaler Straße und wieder zurück zum Savignyplatz.

Zeitgleich sorgt eine Demonstration in Gesundbrunnen und Wedding für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Zwischen 17.30 und 20.30 Uhr zieht ein Aufzug vom S- und U-Bahnhof Gesundbrunnen über Badstraße, Exerzierstraße, Gottschedstraße, Reinickendorfer Straße und Schulstraße bis zum Leopoldplatz.

Auf der U5 wird der Ersatzverkehr umgestellt.
Auf der U5 wird der Ersatzverkehr umgestellt.Stefan Zeitz/Imago

Auch Pendler im öffentlichen Nahverkehr müssen umplanen! Wie die BVG meldet, wird auf der U5 der bestehende Ersatzverkehr umgestellt. Bis zum 16. August fahren Ersatzbusse zwischen den Bahnhöfen Tierpark und Kaulsdorf-Nord über Friedrichsfelde. Danach folgen weitere Bauarbeiten auf der Linie.

Beim Flughafenexpress FEX fallen am Montag mehrere Verbindungen aus. Auch am Dienstag kommt es zwischen 1.20 Uhr und 11.52 Uhr zu weiteren Ausfällen.

Auch auf den Regionalbahnlinien RB22 und RB24 kommt es wegen Bauarbeiten zu Änderungen. Mehrere Züge werden über Schönefeld umgeleitet, sodass der Halt am Flughafen BER entfällt. Reisende müssen stattdessen auf die S-Bahn ausweichen. Zusätzlich fallen auf der RB24 vom 20. bis 22. Juli einzelne Verbindungen ganz oder teilweise aus und werden teilweise durch Busse ersetzt.

Doch nicht nur die neuen Baustellen sorgen für Ärger. Einige Großprojekte werden Autofahrer noch jahrelang begleiten.

Ein besonders hartnäckiger Stau-Hotspot bleibt die Bahnhofstraße in Köpenick. Wegen des Umbaus des Bahnhofs zum Regionalbahnhof kommt es dort immer wieder zu langen Rückstaus. Zusätzlich muss die benachbarte Hämmerlingstraße regelmäßig gesperrt werden.

Die nervigsten Dauerbaustellen in Berlin

Die größte Engstelle befindet sich zwischen dem Bahnhof Köpenick und der Friedrichshagener Straße, wo die Fahrbahn auf einen Streifen verengt ist. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten erst im Februar 2028 abgeschlossen werden.

Ein weiterer Dauerbrenner ist die Landsberger Allee in Lichtenberg. Zwischen Oderbruchstraße und Vulkanstraße sorgen Tiefbauarbeiten immer wieder für Staus. Die Fahrbahn ist dort verengt, zusätzlich laufen Arbeiten an einer Brücke am S-Bahnhof Landsberger Allee. Wer Richtung Innenstadt unterwegs ist, wird außerdem auf Höhe der Petersburger Straße ausgebremst. Dort wird noch bis Ende 2027 gebaut, an manchen Abschnitten der Landsberger Allee sogar bis 2029.