Die Silvesternacht rückt immer näher – und weil es auch dieses Jahr mit dem Böllerverbot nicht geklappt hat, warnen Experten jetzt vor den Folgen. Die Deutsche Umwelthilfe, die sich seit Jahren für ein Verbot von privatem Feuerwerk einsetzt, wählt jetzt besonders drastische Worte mit Blick auf den kommenden Jahreswechsel. Der Geschäftsführer der Institution fürchtet eine „Horrornacht von beispiellosem Ausmaß“, sagt er. Denn nie wurde so viel Feuerwerk importiert wie in diesem Jahr.
Wird Silvester 2025 eine echte Horrornacht?
Am Montag beginnt der Verkauf der Pyrotechnik – und schon jetzt fürchten Gegner von Silvesterfeuerwerk die Folgen und die komplette Eskalation, wenn das neue Jahr vor der Tür steht. Die Deutsche Umwelthilfe warnt: „Laut Statistischem Bundesamt wurden nach Deutschland in den ersten neun Monaten 2025 so viele Feuerwerkskörper importiert wie seit Anfang des Jahrtausends nicht.“ Laut DUH sind bis September mehr als 42.000 Tonnen Feuerwerk ins Land gekommen – das ist ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Folgen könnten laut Umwelthilfe verheerend sein: „Der bevorstehende Jahreswechsel droht zur Horrornacht von beispiellosem Ausmaß zu werden“, sagt der Geschäftsführer Jürgen Resch. Deutschland stehe beim Pyrotechnik-Import am Anfang des vergangenen Jahrtausends, andere Länder seien schon weiter. „In Rumänien ist Feuerwerk der Kategorie F2 ab diesem Jahr verboten, in den Niederlanden ab nächstem Jahr, und auch Tschechien gibt den Kommunen mehr Handlungsspielraum bei Verboten.“

Die Deutsche Umwelthilfe macht Innenminister Alexander Dobrindt verantwortlich für schwere Verletzungen, Angriffe auf Einsatzkräfte und millionenfaches Tierleid in der Silvesternacht. Die Corona-Zeit – während der Pandemie durfte kein Feuerwerk verkauft werden, um Menschenansammlungen zu vermeiden – hätte gezeigt, dass sich die Zahl der Verletzten eindämmen lässt, wenn es Feuerwerksverbote gibt. „Diese Entlastung erreichen wir nicht durch kommunale Flickenteppiche, sondern nur durch entschlossenes Handeln des Bundes.“





