Für Peter Maffay schrieb er den Schlager-Klassiker „Du“, für Bernd Clüver den Hit „Der Junge mit der Mundharmonika“. Peter Orloff („Ein Mädchen für immer“) prägt seit über 50 Jahren die deutsche Schlagerszene. Viele lieben Orloff aber auch als Chef des „Schwarzmeer Kosaken Chors“. Doch diese Ära endet jetzt. Orloff und der Chor sind auf Abschiedstour – ein Konzert führt sie am 14. Februar auch nach Oberschöneweide, in die Christuskirche (Firlstraße 16/Treptow-Köpenick).
Was viele nicht wissen: Peter Orloff wurde 1944 zwar in Deutschland geboren, sein Vater, ein evangelischer Geistlicher, aber stammte aus einer russischen Adelsfamilie, emigrierte aus Russland und gründete in den 30er-Jahren, in Deutschland, den Schwarzmeer Kosaken Chor. Peter Orloff heißt eigentlich Pjotr Nikolajewitsch von Orlow.
Von „Kalinka“ bis zu „Nessun dorma“
Peter Orloff, der schon als 14-Jähriger im Chor seines Vaters mitsang, gründete das Ensemble im Jahre 1992 neu. Mit Opernsängern vom Schwarzen Meer, aus Russland, der Ukraine und Bulgarien.
Im Programm: vor allem russische und ukrainische (Kosaken-) Lieder. Aber auch Volkslied-Klassiker wie „Kalinka“ und klassische Musik - vom „Gefangenenchor“ bis zu „Nessun dorma“. 2019 landete das Album „Teure Heimat“ von Peter Orloff und den Schwarzmeer Kosaken Chor auf Platz 2 der offiziellen Verkaufscharts für volkstümliche Musik.
Jetzt endet aber eine Ära. Orloff wird am 12. März 82 Jahre alt. Die Tour soll die letzte sein. „Es ist der perfekte Zeitpunkt, um all jenen zu danken, die mich und meinen Chor über fünf Jahrzehnte hinweg unterstützt und begleitet haben“, erklärt der Bariton.
Peter Orloff: Dschungelkönig und Ninja Warrior
Peter Orloff ist mit Sicherheit einer der umtriebigsten deutschen Schlagerstars. Und das bis heute. Nicht nur als Sänger. Helene Fischer und Florian Silbereisen landeten 2024 mit seinem Hit „Schau mal herein“ in den Charts.

Bei der Dschungel-Show von RTL belegte er im Jahre 2019 den dritten Platz und erhielt die Auszeichnung „Dschungelkönig der Herzen“. Im November desselben Jahres startete er als ältester Teilnehmer aller Zeiten weltweit beim „Ninja Warrior“-Promi-Special.

