Berlin unter Beschuss

Schüsse in Kreuzberg: Zwei Männer verletzt, Täter auf der Flucht!

Schüsse am Abend in Berlin Kreuzberg. Zwei Männer werden an den Beinen getroffen, die Täter fliehen im Auto.

Author - Tobias Esters
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Polizei und Feuerwehr sichern am Abend den Einsatzort in Berlin-Kreuzberg.
Polizei und Feuerwehr sichern am Abend den Einsatzort in Berlin-Kreuzberg.Axel Billig / Pressefoto Wagner

In Berlin-Kreuzberg sind am Dienstagabend zwei Männer durch Schüsse an den Beinen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurden beide in Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr bestand offenbar nicht. Die Täter konnten fliehen. Sie sollen mit einem Auto vom Tatort weggefahren sein.

Polizei sichert Patronenhülsen – Hintergründe unklar

Am Tatort sicherten Einsatzkräfte Spuren. Unter anderem fanden die Beamten Patronenhülsen. Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei zunächst keine konkreten Angaben machen. Ein Sprecher erklärte lediglich, dass die Ermittlungen laufen.

Seit Wochen häufen sich Schüsse in der Hauptstadt. Mitte Februar wurde ein Autofahrer in Tegel brutal niedegerschossen. In Kreuzberg wurde auf ein Geschäft gefeuert. In Wedding traf es eine Shisha-Bar, in Neukölln eine Werkstatt. In Köpenick schossen Unbekannte sogar auf die Tür einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

Mehrere Polizeibeamte sichern Spuren an einem Gebäude in Kreuzberg.
Mehrere Polizeibeamte sichern Spuren an einem Gebäude in Kreuzberg.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Die Berliner Polizei reagiert mit einer Spezialeinheit auf die wachsende Gewalt. Die Ermittlungen in Fällen von Schusswaffenkriminalität werden von der Sondereinheit „BAO Ferrum“ koordiniert. Sie wurde im November 2025 eingerichtet, nachdem es in Berlin immer wieder zu Straftaten mit Schusswaffen gekommen war.

Unter Führung dieser Einheit sind regelmäßig Hunderte Einsatzkräfte im Einsatz. Es gibt Razzien, Kontrollen und Festnahmen.

Behörden warnen vor rivalisierenden Banden

Trotzdem reißt die Serie der Schüsse nicht ab. Justizsenatorin Felor Badenberg sprach im Februar von einer neuen Bedrohungslage durch rivalisierende Banden.

Neben den Ermittlungen der BAO Ferrum arbeiten auch spezialisierte Fachdienststellen im Landeskriminalamt und in den Direktionen eng zusammen. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft sollen illegaler Waffenbesitz und der Einsatz von Schusswaffen konsequent verfolgt werden.

Am Mittwoch will die Berliner Innenverwaltung außerdem die neue Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorstellen. Innensenatorin Iris Spranger und Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel präsentieren dabei die aktuellen Zahlen zur Sicherheitslage in der Hauptstadt.