In Berlin-Kreuzberg sind am Dienstagabend zwei Männer durch Schüsse an den Beinen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurden beide in Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr bestand offenbar nicht. Die Täter konnten fliehen. Sie sollen mit einem Auto vom Tatort weggefahren sein.
Polizei sichert Patronenhülsen – Hintergründe unklar
Am Tatort sicherten Einsatzkräfte Spuren. Unter anderem fanden die Beamten Patronenhülsen. Zu den Hintergründen der Tat konnte die Polizei zunächst keine konkreten Angaben machen. Ein Sprecher erklärte lediglich, dass die Ermittlungen laufen.
Seit Wochen häufen sich Schüsse in der Hauptstadt. Mitte Februar wurde ein Autofahrer in Tegel brutal niedegerschossen. In Kreuzberg wurde auf ein Geschäft gefeuert. In Wedding traf es eine Shisha-Bar, in Neukölln eine Werkstatt. In Köpenick schossen Unbekannte sogar auf die Tür einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.

Die Berliner Polizei reagiert mit einer Spezialeinheit auf die wachsende Gewalt. Die Ermittlungen in Fällen von Schusswaffenkriminalität werden von der Sondereinheit „BAO Ferrum“ koordiniert. Sie wurde im November 2025 eingerichtet, nachdem es in Berlin immer wieder zu Straftaten mit Schusswaffen gekommen war.
Unter Führung dieser Einheit sind regelmäßig Hunderte Einsatzkräfte im Einsatz. Es gibt Razzien, Kontrollen und Festnahmen.
Behörden warnen vor rivalisierenden Banden
Trotzdem reißt die Serie der Schüsse nicht ab. Justizsenatorin Felor Badenberg sprach im Februar von einer neuen Bedrohungslage durch rivalisierende Banden.
Neben den Ermittlungen der BAO Ferrum arbeiten auch spezialisierte Fachdienststellen im Landeskriminalamt und in den Direktionen eng zusammen. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft sollen illegaler Waffenbesitz und der Einsatz von Schusswaffen konsequent verfolgt werden.


