Nach tagelangem Pendler-Frust wegen der S-Bahn-Sperrungen in Schöneweide legt Berlin nach. Ab Montag, 22. Juni, schickt die Odeg zusätzliche Expresszüge auf die Strecke. Der Express fährt stündlich zwischen Schönefeld, Schöneweide und Ostkreuz. Die Fahrtzeit verkürzt sich auf sechs Minuten statt 23 Minuten mit Ersatzbussen.
Durch Expresszug gibt es alle 15 Minuten eine Verbindung
Seit dem 12. Juni wird am Stellwerk Schöneweide gebaut. Noch bis zum 6. Juli um 1.30 Uhr sind deshalb die S-Bahn-Linien S46, S47, S8, S85 und S9 auf mehreren Abschnitten unterbrochen. Betroffen ist der Verkehr zwischen Baumschulenweg und Altglienicke, Grünau beziehungsweise Spindlersfeld.

Fahrzeit wird erheblich kürzer
Fahrgäste, die mit Ersatzbussen fahren, müssen teils mehrmals umsteigen und eine deutlich längere Fahrtzeit einplanen. Zwar verkehren zwischen Schöneweide und Ostkreuz bereits Regionalzüge. Doch die fahren derzeit gebündelt innerhalb von nur 24 Minuten. Danach klafft eine Lücke von 36 Minuten ohne Verbindung.
Genau diese Lücke soll der zusätzliche Expresszug nun schließen. Bis zum Ende der Bauarbeiten fahren zwischen Schöneweide und Ostkreuz damit nahezu im Viertelstundentakt Züge. Das verkürzt die Fahrzeit für viele Pendler erheblich. Der Regionalzug braucht für die Strecke zwischen Schöneweide und Ostkreuz nur rund sechs Minuten. Mit dem Schienenersatzverkehr dauert dieselbe Verbindung etwa 23 Minuten.
Auch Fahrgäste im südlichen Abschnitt der gesperrten S-Bahn profitieren. Von Schönefeld aus steht künftig stündlich eine schnelle Alternative zu den Ersatzbussen bereit. Wer aus Altglienicke oder Grünbergallee kommt, kann über Schönefeld ebenfalls deutlich schneller nach Schöneweide und Ostkreuz gelangen.
Das Land Berlin hat den zusätzlichen Zug eigens bei der Odeg bestellt, um die bestehenden Regionalzüge und den Schienenersatzverkehr zu entlasten.


