Der peinliche Lineal-Fehler der Berliner Polizei zieht weiter Kreise. Schon seit Monaten ist bekannt, dass Tausende Werbe-Lineale falsch messen. Auch bei internen Kontrollen wurden jetzt weitere fehlerhafte Exemplare entdeckt. Deshalb zieht die Polizei Konsequenzen.
Der peinliche Lineal-Fund
Alles begann im Dezember 2025, als ein Schüler bemerkte, dass sein Polizei-Lineal nicht korrekt misst. Schnell stellte sich heraus, dass es kein Einzelfall war. Tausende der verteilten Messhilfen waren ungenau. Teilweise zeigte die Skala bis zu drei Millimeter zu viel an.
Die betroffenen Lineale waren bereits im November 2023 angeschafft worden. Rund 10.000 Stück mit bunten Verkehrszeichen ließ die Polizei herstellen. Gedacht waren sie für Verkehrserziehung und Präventionsveranstaltungen an Schulen. Kostenpunkt: etwa 3500 Euro.
Nachdem der Fehler öffentlich wurde, überprüfte die Polizei die verbliebenen Bestände stichprobenartig. Auch weitere Lineale des Herstellers waren fehlerhaft. Daraufhin wurden alle Dienststellen angewiesen, die Restbestände nicht mehr auszugeben.
Also, ich bitte Sie! Die ESA hat es immerhin geschafft, ein Loch in den Mars zu schlagen. Hatten die Entfernung zur Oberfläche mit einem Lineal der Berliner Polizei gemessen. pic.twitter.com/fSqzdBnjdG
— Christian Vitroler (@CVitroler) January 18, 2026
Der Hersteller wurde informiert. Rechtlich konnte die Polizei jedoch nicht mehr gegen das Unternehmen vorgehen. Die Gewährleistungsfrist war bereits abgelaufen. Trotzdem zahlte die Firma aus Kulanz eine pauschale Summe zurück. Wie hoch die Erstattung ausfiel, hält die Polizei geheim.
Neue Regeln bei der Polizei
Intern reagiert die Behörde nun mit neuen Regeln. Künftig sollen Werbemittel wie Lineale bei der Lieferung überprüft und nachgemessen werden. Bevor sie an Kinder und Jugendliche verteilt werden, soll alles stimmen.


