Nicht schon wieder

Pannenserie in Pankow: Teure Neubau-Schule ohne Heizung

Nach Wasserrohrbrüchen und anderen Havarien setzte in der Neubau-Schule in der Rennbahnstraße nun die Heizung aus.

Author - Stefanie Hildebrandt
Teilen
In der 49. Grunschule in Pankow blieben Klassenzimmer kalt.
In der 49. Grunschule in Pankow blieben Klassenzimmer kalt.Bezirksamt Pankow

Eine erst kürzlich eröffnete Grundschule in Pankow-Weißensee sorgt wieder für Schlagzeilen. Nach mehreren Rohrbrüchen und einem versagenden Heizungssystem bei eisiger Kälte mussten Schüler und Lehrer improvisieren, wie der Tagesspiegel schreibt.

Die Pankower 49. Grundschule sorgt gleich durch eine Serie von Pannen und Fehlfunktionen für Unruhe. Nach mehreren Rohrbrüchen und überfluteten Treppenhäusern schon während des Baus, trat nun bei klirrender Kälte Anfang der Woche auch ein Heizungsausfall an der 49. Grundschule an der Rennbahnstraße auf.

Dieser hatte zur Folge, dass der Unterricht in die Turnhalle verlagert werden musste. Mittlerweile funktioniert die Heizungsanlage aber wieder.

Dass die Pannenschule in Pankow erst 2023 mit Baukosten von 67 Millionen Euro eröffnet wurde, lässt die anhaltenden Probleme umso gravierender erscheinen. Immerhin konnte die Schulverwaltung die Havarieschäden mit der Herstellerfirma als Gewährleistungsschäden abrechnen.

Schule am Weißen See wird seit Jahren saniert

Eine weitere Schule in Weißensee hat mit ähnlichen Bauproblemen zu kämpfen. Die denkmalgeschützte Schule Am Weißen See wird seit 2018 saniert. Immer wieder muss die Wiedereröffnung verschoben werden, weil es zu neuen Baumängeln kommt.

Grundschule ohen Schüler - auch in der Amalienstraße kommt es zu Verzögerungen.
Grundschule ohen Schüler - auch in der Amalienstraße kommt es zu Verzögerungen.Hildebrandt

Seit Jahren findet der Unterricht in einer ebenfalls maroden Ausweichschule statt. Die denkmalgerechte Sanierung der Grundschule sollte eigentlich schon im Jahr 2021 beendet sein. Doch noch immer wird am Standort an der Amalienstraße 6 gebaut.

Bildungsstadtrat Jörn Pasternack (CDU) verklärt die jahrelange Hängepartie mit massiven Lieferengpässen, witterungsbedingten Verzögerungen, krankheitsbedingten Ausfällen, unzuverlässigen Fachfirmen und wiederholten Vandalismusschäden auf der Baustelle. „Die Baumaßnahme ist ein Sinnbild für die Herausforderungen, die bei vielen kommunalen Bauvorhaben derzeit auftreten.“