Vor einer Woche wurde gemeldet, dass in den Aufnahmeeinrichtungen von Rheinland-Pfalz 923 Flüchtlinge als vermisst gelten. Jetzt kommt raus, dass das Problem noch viel größer ist: Deutschlandweit sind 7624 Flüchtlinge spurlos verschwunden – und die Bundesländer Berlin, Bayern und Sachsen melden nicht mal Zahlen.
Mehr als 7600 Flüchtlinge sind verschwunden
Deutschlandweit sind sogar 7624 Flüchtlinge nicht da, wo sie sein sollten, berichtet die Bild-Zeitung. Die größte Zahl an verschwundenen Asylbewerbern melden Hessen (1763), Baden-Württemberg (1641) und Brandenburg (1401).
Verschwindet ein Flüchtling, gilt er nach zwei bis drei Tagen als vermisst, als „abgängig“ – die Behörden melden sie aus den System ab, nach sieben Tagen gibt es auch kein Geld mehr.
Aber wo sind die Flüchtlinge? Da versagt in Deutschland die sonst so genaue Bürokratie. Denn es gibt zwischen Ländern und Kommunen keine einheitliche Weitergabe der Daten zu abgetauchten Asylbewerbern.
Immerhin: In vielen Bundesländern werden die Betreffenden biometrisch erfasst. „Sollten sie andernorts vorstellig werden, zum Beispiel mit einem Asylantrag, würden sie zurückverwiesen werden“, erklärt eine Sprecherin vom Innenministerium Sachsen-Anhalts gegenüber Bild.
Die Organisierte Kriminalität wirbt Asylbewerber an
Viele Flüchtlinge lassen sich von ihrer Familie helfen, suchen Hilfe und Nähe von Landsleuten. So hat sich in Hamburg eine große Gemeinschaft an Afghanen etabliert, berichtet die Berliner Morgenpost. Das ziehe andere Afghanen an, auch wenn diese gar keine Aufenthaltsgenehmigung für die Hansestadt haben.



