Ein schockierender Vorfall am Kottbusser Tor: Ein Kind schleuderte einen hilflosen Welpen durch die Luft, als die Polizei eingriff. Ermittlungen gegen die verantwortungslose Familie wurden eingeleitet, während der kleine Hund dringend rettende Pflege benötigte.
Welpe am Kottbusser Tor von Kind misshandelt, Polizei greift ein
„Am Kotti gibt’s nichts, was es nicht gibt. Aber manches macht uns einfach sprachlos“, beginnt die Polizei Berlin auf Instagram zu erzählen. „Unsere Einsatzkräfte des RA 52/53 fuhren gestern Abend am Kottbusser Tor vorbei, als sie beobachteten, wie ein Kind einen winzigen Hundewelpen wie eine Puppe durch die Luft schleuderte.“
Die Polizisten schauten sich den kleinen Hund natürlich genauer an und mussten feststellen: „Der Welpe war noch sehr jung, hatte die Augen kaum geöffnet, konnte schwerlich laufen und wirkte völlig entkräftet.“

Besonders ärgerlich: Die Mutter des Kindes konnte weder Angaben dazu machen, woher der Hund stammt, noch Dokumente vorlegen. Sie erklärte lediglich, sie habe ein „Spielzeug“ für ihr Kind haben wollen.
Doch ihr Handeln dürfte immerhin nicht ohne Konsequenzen bleiben: Gegen die Mutter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.
Berliner Polizei mahnt zur verantwortungsvollen Tierhaltung
„Unsere Einsatzkräfte handelten sofort. Der Welpe wurde umgehend in eine Tierklinik gebracht. Dort bestätigte sich der Verdacht: Der kleine Hund war viel zu jung, um bereits von seiner Mutter getrennt worden zu sein“, schildert die Berliner Polizei weiter.
Zum Schluss noch ein Appell: „Ja, wir finden den kleinen Kerl auch unglaublich süß. Aber genau deshalb möchten wir daran erinnern: Ein Tier ist kein Spielzeug. Es ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen, Gefühlen und einem Anspruch auf ein liebevolles Zuhause – und das ein Leben lang. Wer sich einen Hund anschaffen möchte, übernimmt Verantwortung für viele Jahre.“

Abschließend schreibt die Polizei Berlin: „Bitte überlegt euch eine Anschaffung deshalb immer gut.“ Adoptionsanfragen für den süßen Fratz, der seinem Aussehen nach ein Pudel-Mix zu sein scheint, nimmt die Polizei übrigens nicht entgegen. „Sobald der kleine Welpe gesund und vermittlungsfähig ist, wird er über die zuständigen Stellen in ein geeignetes Zuhause vermittelt.“


