Kokosnüsse aus Thailand dienten als Tarnung für eine Tonne Marihuana. Doch am Ende gab es in Spandau nur Sandsäcke und Handschellen.
Kokosnüsse als Tarnung: Fahnder tauschen Marihuana gegen Sand
Fünf Männer nun bedröppelt vor Gericht: Filimon T. (69). Er gilt als Drahtzieher. Offiziell ist er wohl Rentner mit Mini-Job. Mitangeklagt vier Männer, die fürs Abladen der Drogen-Lieferung angeheuert wurden: Arber G. (41), Misho B. (40), Mario A. (38) und Fatium O. (36).
Grieche T. soll den Schmuggel mit einem Landsmann eingefädelt haben. 21 Tonnen Kokosnüsse in Thailand für rund 33.000 US-Dollar geordert. So stand es in den Papieren. 2.100 Kartons kamen per Überseecontainer. Doch 530 davon waren eine Mogelpackung: Jeweils vier Pakete Marihuana darin versteckt.
Ankunft 19. Oktober im Hamburger Hafen. Frische Früchte. Da muss es schnell durch den Zoll gehen. Fahnder skeptisch: Der Container wurde geröntgt, der Schmuggel entdeckt. Zollfahnder packten Drogen aus – und dafür Sandsäcke ein. Dann ging die Fahrt weiter per Lkw nach Berlin. Endstation am 3. November auf einem Gewerbegrundstück in Spandau. Adressat laut Ermittlungen: Filimon T.

Insgesamt 1.182 Kilo Drogen waren es. Ein Millionen-Geschäft sollte es werden: Der Marktwert von einer Tonne Marihuana wird auf bis zu 10 Millionen Euro geschätzt.


