Wie sagt man doch so schön: Totgesagte leben länger. Das gilt wohl auch für die kultige Kaffeewette, die in Berlin schon fast den (Kaffee-)Löffel abgegeben hatte. Nun zeigten sich die Kieze solidarischer denn je und sammelten Zehntausende Kaffeepakete für Obdachlose.
Kaffeewette sammelt für Berliner Obdachlose
Die Stadt duftet nach Hoffnung. Ganze 18.847 Kaffeepakete stapeln sich in diesen Wochen in Bezirksämtern, Bürgerhäusern und Hinterzimmern von Läden. Das ist das Ergebnis der spektakulären Kaffeewette, die Wärme dorthin liefern soll, wo sie am meisten gebraucht wird.
Bei der Kaffeewette sind die Bürger eines jeden Bezirks dazu angehalten, 500 Kaffeepakete zu spenden. Schafft das ein Bezirk, bekommt er zusätzlich ein Preisgeld von 2500 Euro an die lokale Kältehilfe gespendet. Wie die Organisatoren verkündeten, knackten alle zwölf Bezirke Berlins die magische Marke. Möglich macht das Preisgeld der Unternehmer Michael Lind mit seinen Aktionspartnern.
Kaffeewette läuft in Berlin seit sieben Jahren
Das Ergebnis zeige den Zusammenhalt in der kalten Jahreszeit, erklärte das Bezirksamt Neukölln. Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) wird noch deutlicher: „Wir stehen zusammen an der Seite derjenigen, die es am schwersten haben.“ Worte, die zwischen dampfenden Thermoskannen und klirrenden Temperaturen besonderes Gewicht bekommen.

Die Geschichte der Kaffeewette begann bereits 2019, als Lind und Hikel die ungewöhnliche Wette ins Leben riefen. Seitdem bringen Berlinerinnen und Berliner Jahr für Jahr Kaffee vorbei für Menschen ohne Dach über dem Kopf. Gerade in frostigen Nächten ist ein heißer Becher oft mehr als nur ein Getränk. Er bedeutet ein paar Minuten Wärme, ein Gespräch, manchmal ein Stück Würde.


