Anfang Februar wollten ein paar Berliner Badegäste einfach in Ruhe planschen, als ein Mann ausgerastet ist und allen den Spaß verdorben hat. Wie von Sinnen verwüstete ein 31-Jähriger ein Schwimmbad in Marzahn.
Mann rastet aus, jagt Badegästen Angst ein
Das Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf berichtet von einem irren Vorfall. Am Freitag, dem 6. Februar, ereignete sich gegen 13 Uhr ein schwerer Gewaltausbruch in der Schwimmhalle des Freizeitforums Marzahn (FFM). Ein 31‑jähriger Mann gelangte im Innenbereich auf die Empore über dem Becken und zerstörte dort mit einem Rollwagen ein verglastes Geländer.
Anschließend sprang er hinunter in die Halle, riss Gitterroste der Lüftungsabdeckung heraus und schleuderte sie gegen die Fensterfront. Danach flüchtete er aus dem Gebäude und stahl ein Fahrzeug des Winterdienstes. Erst in Friedrichshain gelang es der Polizei, den Mann zu stoppen.

Während des Vorfalls hielten sich zahlreiche Badegäste im Schwimmbeckenbereich auf und wurden Zeugen der Geschehnisse. Auch Besucherinnen und Besucher im Foyer waren verunsichert und suchten in der angrenzenden Bibliothek Schutz.
Bezirksstadtrat „tief schockiert“
Dank des schnellen und koordinierten Einschreitens des Schwimmhallenpersonals sowie der Betriebstechnik konnte verhindert werden, dass die Lage weiter eskalierte. Durch ihr entschlossenes Handeln wurde niemand verletzt. Nachdem die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen hatte und die Aufräumarbeiten beendet waren, konnte die Schwimmhalle bereits am folgenden Sonntag wieder öffnen.

Bezirksstadtrat Gordon Lemm (Jugend, Familie und Gesundheit) erklärt dazu: „Die gewaltsamen Vorfälle in der Schwimmhalle des FFM haben mich tief schockiert. Ich bin dankbar, dass keine der anwesenden Personen körperlich zu Schaden kam.“
Weiter betont Lemm: „Mein Respekt und großer Dank gehen an die besonnenen Badegäste sowie an das Personal des FFM für das schnelle Handeln.“


