Es ist ein Trauerspiel: Mehrere Schwimmbäder in Berlin stehen vor dem Aus. Auch das Stadtbad Lankwitz – eine wichtige Anlaufstelle für alle Schwimmfans in Steglitz-Zehlendorf – stand auf der Gefährdungsliste. Denn es ist stark heruntergekommen, muss dringend saniert werden. Doch das wird teuer. Droht dem Schwimmbad wirklich die Schließung? Nun gibt es endlich ein Update: Das Stadtbad Lankwitz wird gerettet, aber das kostet!
Das Stadtbad Lankwitz muss grundhaft saniert werden
Die guten Nachrichten zuerst: Das Stadtbad Lankwitz wird seinen Badegästen erhalten bleiben. Doch es kommen Einschränkungen auf die Schwimm-Fans zu, denn: Die Anlage muss dringend „grundhaft saniert“ werden. Das betont Franziska Becker von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in ihrer Antwort auf eine Anfrage an den Berliner Senat.
Ab 2030 soll die große Generalüberholung starten, bis dahin sollen kleine Reparaturarbeiten den Betrieb am Laufen halten. Bevor das Stadtbad Lankwitz saniert wird, wartet man jedoch andere Sanierungen in der Region ab – wie beispielsweise das Kombibad Mariendorf.

- Austausch von Filteranlagen und Instandsetzung der Desinfektionsanlage
- Austausch defekter Fliesen und Duschpaneele
- Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden
- Instandsetzung der Sicherheitsbeleuchtung
- Umfangreiche Arbeiten an der Rutschenanlage
- Sanierung der Sauna
- Kleinstmaßnahmen (Malerarbeiten etc.)
Grundsanierung soll 50 Millionen Euro kosten
Die Kosten für die Zwischenmaßnahmen liegen schätzungsweise bei 1,5 bis 2 Millionen Euro. Für die spätere, große Sanierung nennt der Senat Erfahrungswerte aus vergleichbaren Bädern – hier wird man wohl in der Größenordnung 40 bis 50 Millionen Euro landen.
Die große Sanierung wird aus Landesmitteln finanziert. Die laufenden Instandhaltungen erfolgen aus „konsumtiven Mitteln“, also ebenfalls aus dem regulären Haushaltsbudget der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) beziehungsweise des Landes.

