Die Automaten-Bomber kamen mit einem speziellen Pizzaschieber und räumten ab: Eine Bande sprengte über 20 Geldautomaten. Die Justiz reagiert knallhart. Es sind Täter wie Ion C. (31), die immer wieder eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Er wurde nur Stunden nach einer brisanten Aktion in Fennpfuhl festgenommen. Nun war die Explosion eine von drei Taten, für die ihn das Landgericht Berlin verurteilte. Er soll für fast sieben Jahre in den Knast!
Anwohner spürten die Druckwelle, Trümmer flogen
Bei dem Raubzug am 24. Januar 2025 in einem Einkaufscenter hatten er und ein Komplize eine Sprengladung in einen Automaten bugsiert – mit einem eigens dafür geschweißten „Pizzaschieber“. Direkt darüber liegt ein Wohngebäude. Eine enorme Druckwelle. Nicht nur der Automat wurde geknackt. Auch Teile der Fassade und einer Dachkuppel wurden beschädigt. Trümmerteile flogen meterweit.
Ion C. stammt aus der Republik Moldau. Bereits seit 2022 soll er als Automaten-Sprenger unterwegs sein. Ein Ermittler: „Er steht in Verdacht, als Teil einer Bande an Geldautomaten-Sprengungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Hessen beteiligt gewesen zu sein.“ Der Gruppierung seien insgesamt 22 bis 23 Taten zuzuordnen. Die Beute: mehr als eine halbe Million Euro.

Um drei Angriffe auf Geldautomaten in Lichtenberg und Marzahn zwischen dem 18. Mai 2024 und dem 24. Januar 2025 ging es nun. In zwei Fällen erbeuteten die Täter insgesamt rund 32.000 Euro, im dritten Fall scheiterten sie mit einer Explosion und rannten davon.
Wollte in Deutschland schnelles Geld machen
Ion C. nun kleinlaut: „Inzwischen ist mir klar, dass unser Tun hochgradig gefährlich war.“ Er als Traktorfahrer habe seine Heimat verlassen, um in Deutschland Geld für die Familie zu verdienen. Männer hätten ihn angesprochen – „sie sagten, ich könnte schnelles Geld verdienen, sie beschafften auch das eingesetzte Material“.
Als eher kleines Licht schilderte sich C. – „einmal Schmiere gestanden, einmal Tür aufgehebelt“. Und die Chefs hätten ihn mit wenig Geld abgespeist – „einmal 500 Euro, einmal 700 Euro, obendrein angekohlt.“ Nach der Festnahme von C. in Lichtenberg fanden Polizisten in seiner Wohnung allerdings mehr als 8000 Euro.


