Großeinsatz am frühen Morgen in Berlin! Polizei und Steuerfahnder haben an zahlreichen Orten in der Hauptstadt Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Ermittler gehen gegen ein Netzwerk vor, das im Verdacht steht, Millionen an Steuern hinterzogen zu haben.
Razzia an rund 60 Orten in ganz Berlin
Nach Angaben der Polizei wurden rund 60 Objekte im gesamten Stadtgebiet durchsucht. Der Schaden soll mindestens im zweistelligen Millionenbereich liegen. Das Verfahren wird von der Europäischen Staatsanwaltschaft geführt, die bei schweren Betrugsdelikten zulasten der EU zuständig ist.
Insgesamt waren etwa 400 Einsatzkräfte an der groß angelegten Aktion beteiligt. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchten Beamte Wohnungen, Büros und Geschäftsräume. Ziel der Maßnahmen ist es, Beweise zu sichern und Vermögenswerte aufzuspüren, die aus den mutmaßlichen Straftaten stammen könnten.

Wie die B.Z. berichtet, fanden Durchsuchungen unter anderem in Neukölln, Charlottenburg und Mitte statt. Demnach soll in Neukölln sogar ein Spezialeinsatzkommando zur Absicherung eingesetzt worden sein.
Laut dem Bericht beobachteten Reporter außerdem Ermittler bei einem Gebrauchtwagenhändler an der Bismarckstraße in Charlottenburg. Dort sollen Fahrzeuge sichergestellt worden sein. Unter anderem wurde demnach ein Ferrari SF90 Spider begutachtet, der einen Preis von mehr als 600.000 Euro haben kann.
Verdacht auf millionenschweren Steuerbetrug
Die Maßnahmen sollen Teil eines größeren Ermittlungsverfahrens sein. Hintergrund ist der Verdacht auf Mehrwertsteuerbetrug, zu weiteren Details äußerten sich die Behörden zunächst nicht.



