Westend

Brand in DRK Kliniken: Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz!

Rauchalarm in der Nacht. Patienten wurden vorsorglich verlegt, die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Author - Tobias Esters
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Die Feuerwehr war mit insgesamt 40 Einsatzkräften vor Ort.
Die Feuerwehr war mit insgesamt 40 Einsatzkräften vor Ort.Olaf Wagner/ Berliner KURIER

Großeinsatz der Berliner Feuerwehr in der Nacht in den DRK Kliniken Berlin Westend am Spandauer Damm. In einem Gebäude war Rauchentwicklung gemeldet worden. Zahlreiche Feuerwehrleute rückten an. Die Ursache des Brandes ist bislang unklar.

Brennender Wäschewafen in Klinikgebäude entdeckt

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung. Tatsächlich war Rauch im Gebäude vorhanden. Wie die Feuerwehr gegenüber dem Berliner KURIER bestägite, hatte ein Wäschewagen im Treppenhaus gebrannt.

Durch die Rauchentwicklung mussten Mitarbeiter schnell reagieren. Rund 15 Patienten wurden vorsorglich auf eine Nachbarstation verlegt. Verletzt wurde dabei niemand. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden.

Großeinsatz mit 48 Feuerwehrleuten

Insgesamt waren rund 48 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz. Sie sicherten das Gebäude und stellten sicher, dass keine weitere Gefahr bestand. Wie es zu dem Feuer kam, ist derzeit noch unklar. Die Polizei Berlin hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Feuerwehr überprüfte das Gebäude auf Rauchausbreitung und löschte einen brennenden Container vor dem Eingang.
Die Feuerwehr überprüfte das Gebäude auf Rauchausbreitung und löschte einen brennenden Container vor dem Eingang.Olaf Wagner/Berliner KURIER

Der Brand im Krankenhaus Westend reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, die Berlins Kliniken in den vergangenen Monaten immer wieder erschüttert haben. Wie unter anderem die B.Z. berichtete, kam es mehrfach zu Bränden, beschädigten Türen, unbefugten Zutritten und Sicherheitsproblemen auf Krankenhausgeländen.

Im vergangenen Jahr erschütterte eine Explosion das Vivantes-Klinikum in Buckow, nur Stunden später brannte es am Eingang der Charité an der Invalidenstraße. Auch im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin-Mitte wurden mehrfach Brände gemeldet.

Sicherheitsbehörden schlagen Alarm

Sicherheitsbehörden stuften einige dieser Vorfälle laut rbb inzwischen als mögliche Sabotage- oder Spionageakte ein. Die Berliner Krankenhausgesellschaft warnte daraufhin vor wachsenden Risiken für die kritische Infrastruktur. Geschäftsführer Marc Schreiner machte deutlich, dass Krankenhäuser das Rückgrat der Gesundheitsversorgung seien und besser geschützt werden müssten.

Eine Studie im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft zeigte zudem, wie verwundbar viele Kliniken wirklich sind. Bundesweit fehlen Milliarden für besseren Schutz. Rund 2,7 Milliarden Euro müssten investiert werden, um Krankenhäuser sicherer zu machen. Dazu kommen jedes Jahr weitere Millionen für Technik, Personal und Überwachung.

Sind Berlins Krankenhäuser sicher genug – und welche Erfahrungen haben Sie in den Kliniken der Hauptstadt schon gemacht? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!