Gegen Baum geprallt

Zwölf Verletzte bei schwerem BVG-Busunglück in Berlin

Bei einem Unfall in Berlin-Spandau rammt ein Pkw einen Linienbus. Der Busfahrer verliert danach die Kontrolle und kracht gegen einen Straßenbaum.

Teilen
Der Bus raste gegen einen Baum.
Der Bus raste gegen einen Baum.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Zersplitterte Glasscheiben, eine völlig eingedrückte Front. Bei einem schweren Unfall mit einem Linienbus der BVG in Berlin-Spandau sind am Sonntagnachmittag zwölf Menschen verletzt worden – eine Person davon schwer. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen. 

BVG-Bus kracht in Baum

Zu dem schweren Unfall kam es gegen 13.30 Uhr auf der Gatower Straße. Dabei war ein 46-Jähriger mit seinem Auto Richtung Kladower Damm unterwegs und kam aus bislang unbekannter Ursache von seiner Fahrbahn ab. Dabei stieß das Fahrzeug mit einem Linienbus der BVG, der entgegenkam, zusammen. Der Bus krachte anschließend gegen einen Baum.

Wegen der Schwere des Unfalls alarmierte die Berliner Feuerwehr die Rettungskräfte mit der Meldung „Massenanfall an Verletzten“. Wie ein Sprecher der Berliner Polizei auf KURIER-Anfrage sagte, gab es in dem Bus elf verletzte Personen, auch der 46-jährige Autofahrer wurde verletzt. „Ich weiß nicht, wie viele Fahrgäste insgesamt in dem Bus waren“, sagt der Polizeisprecher. Der Bus wurde von einem 29-jährigen Busfahrer gefahren.

56 Einsatzkräfte und 11 Rettungswagen vor Ort

Der 46-Jährige, der auch von der Fahrbahn abgekommen war, musste aufgrund seiner schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Die anderen Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Der lebensbedrohlich verletzte Mann musste von Feuerwehrleuten aus einem Auto befreit werden.

Die Front eines Kleinwagens ist durch den Aufprall weggerissen worden.
Die Front eines Kleinwagens ist durch den Aufprall weggerissen worden.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Die Gatower Straße ist seit dem Unfall komplett gesperrt. Wann sie wieder freigegeben werden kann, steht nach Auskunft des Polizeisprechers noch nicht fest. Derzeit sind das Verkehrsunfallkommando und die Kriminalpolizei dabei, Spuren zu sichern und Zeugen zu befragen. 

Die Feuerwehr war mit 56 Einsatzkräften, elf Rettungswagen und zwei Löschfahrzeugen vor Ort. Warum der Pkw-Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, war zunächst unklar. „Der konkrete Grund und die Ursache dafür, dass der 46-Jährige von seiner Fahrspur wegkam, ist noch nicht bekannt. Da müssen wir noch ermitteln“, so der Polizeisprecher auf KURIER-Anfrage. Die Ermittlungen laufen.