Wenn jetzt nicht die Massen in die Galeria-Filialen strömen, dann hilft gar nichts mehr. Der angeschlagene Kaufhauskonzern lockt am Alexanderplatz mit unschlagbaren Rabatten. 25 Prozent Nachlass auf fast alle Artikel sollen den Umsatz ankurbeln.
Finanzprobleme reißen nicht ab
Der von der Insolvenz bedrohte Konzern Galeria versucht jetzt, mit einer großen Rabattaktion Kundinnen und Kunden in die Filialen zu locken. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Warenhauskonzern wirtschaftlich massiv unter Druck steht. Betroffen ist vor allem das ehemalige DDR Centrum Warenhaus am Alexanderplatz, das letzte Kaufhaus im Osten.
Dreimal musste Galeria bereits Insolvenz anmelden. Am Alex soll der der Konzern sogar die Miete für die Immobilie schuldig geblieben sein.
Insider berichten laut Lebensmittelzeitung, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 rund 130 Millionen Euro hinter dem Vorjahreszeitraum zurückliegt – ein Minus von etwa zehn Prozent.

25 Prozent Rabatt – jetzt bundesweit
Um den Abwärtstrend zu stoppen, startet Galeria nun eine groß angelegte Rabattoffensive: 25 Prozent auf fast alles, in allen Filialen.
Ursprünglich galt die vor wenigen Tagen gestartete Aktion nur in Berlin, Potsdam und Hamburg. Inzwischen wirbt Galeria auf der Website mit Vergünstigungen in allen 83 Warenhäusern. Wie lange die Aktion läuft, ist noch offen.

Einige wenige Ausnahmen gibt es dennoch: Rabatte dürfen nicht kombiniert werden, auf Artikel, die als „Werbung“ oder „Versand durch Galeria-Partner“ gekennzeichnet sind, gibt es keinen Nachlass. Auch Geschenkkarten werden nicht günstiger angeboten, ebensowenig Bücher und Zeitschriften.
Mitarbeiter sollen Umsatz steigern
Laut Lebensmittelzeitung wurden zudem die Bestellmengen reduziert, um Kosten zu senken. Gleichzeitig sollen Mitarbeiter selbst stärker zum Umsatz beitragen: Bis zum 7. Juni erhalten sie 30 bis 40 Prozent Preisnachlass – offenbar mit ähnlichen Bedingungen wie bei der großen Rabattaktion.
Die Rabattoffensive zeigt, wie ernst die Lage ist. Doch ob das reicht, um die Häuser dauerhaft zu retten, ist fraglich. Die strukturellen Probleme bleiben: hohe Kosten, sinkende Umsätze und ein Geschäftsmodell, das seit Jahren unter Druck steht. Für die Kunden bedeutet die Aktion eine günstige Gelegenheit, Schnäppchen zu shoppen.


