Der Rapper Mateo Jasik wagt den Sprung in die Politik: Der Musiker von Culcha Candela will bei der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar für die Partei des Fortschritts (PDF) kandidieren. Sein Management bestätigte am Sonntagabend die Kandidatur für den Bezirk Berlin-Mitte.
Wird die PDF überhaupt zur Bundestagswahl zugelassen?
Allerdings ist der Weg ins Parlament noch nicht geebnet. Ob die PDF überhaupt zur Wahl zugelassen wird, ist derzeit offen. Zusammen mit sieben anderen Kleinparteien forderte sie im November niedrigere Zulassungshürden für die Wahl.
Nach den Regularien der Bundeswahlleiterin müssen Wahlvorschläge von einer festgelegten Anzahl Wahlberechtigter unterschrieben sein. Dies soll sicherstellen, dass nur ernsthafte Kandidaturen mit nennenswerten Anhängerzahlen antreten.
Dafür steht die Partei des Fortschritts
Die Partei des Fortschritts wurde 2020 von zwei Studenten am WG-Tisch im Kölner Stadtteil Kalk gegründet. Unter dem Motto „Ideen statt Ideologien“ will die basisdemokratische Partei „eine Politik nah am Menschen, die aber nicht populistisch ist“, machen. Sie zählt 563 Mitglieder (Stand 29. November 2024) im gesamten Bundesgebiet, hat sei 2024 einen Sitz im Europäischen Parlament und einen Ortsbürgermeister in Gartz (Oder).

Erklärte Ziele der Partei sind unter anderem die Vereinheitlichung des Bildungssystems, längeres Elterngeld (auch für Selbstständige), die Entkriminalisierung von Abtreibung und ein höherer Spitzensteuersatz für Superreiche.
Culcha-Candela-Sänger will „gemeinsam was verändern“
In diesen Forderungen findet sich Musiker Mateo Jasik wieder. Jasik ist im Polen zur Zeit der Sowjetunion aufgewachsen und zog Mitte der 80er-Jahre nach West-Berlin. Der krasse Unterschied zwischen dem tristen Grau des Ostblocks und den unbegrenzten Möglichkeiten des Westens habe ihn tief geprägt, sagt er. Und ihm ein Verständnis für den Wert von Demokratie und Freiheit gegeben.



