USA warnen

Ebola-Alarm: Das müssen Reisende jetzt wissen!

In Berlin wird das Thema konkret: In der Charité wird der erste Ebola-Patient versorgt. Und für Fernreise-Fans wird’s noch konkreter!

Author - Paula Hitzemann
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Ebola-Gefahr in Uganda: Ein Gesundheitsbeamter untersucht Menschen mit einem Thermometer vor dem Kibuli Muslim Hospital in Kampala.
Ebola-Gefahr in Uganda: Ein Gesundheitsbeamter untersucht Menschen mit einem Thermometer vor dem Kibuli Muslim Hospital in Kampala.Hajarah Nalwadda/AP/dpa

Urlaub in Afrika geplant? Dann heißt es jetzt: Genau informieren!
Wegen der aktuellen Ebola-Lage schlagen die USA Alarm, sprechen eine deutliche Reisewarnung aus – und schicken einen Infizierten nach Berlin.

Kongo, Uganda und Südsudan sind betroffen

Das US-Außenministerium rät aktuell von Reisen in die Demokratische Republik Kongo, Uganda und den Südsudan ab. Zusätzlich wird empfohlen, Trips nach Ruanda noch einmal zu überdenken. Der Hintergrund: Die Ebola‑Epidemie breitet sich weiter aus, laut Behörden gibt es aktuell über 130 Todesfälle.

Ein US-amerikanischer Arzt, der sich in der DR Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert hat, soll in der Berliner Charité behandelt werden.
Ein US-amerikanischer Arzt, der sich in der DR Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert hat, soll in der Berliner Charité behandelt werden.Soeren Stache/dpa Ein US-amerikanischer Arzt, der sich in der DR Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert hat, soll in der Berliner Charité behandelt werden.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), äußerte sich „zutiefst besorgt“ über das „Ausmaß und die Geschwindigkeit“ der Ebola-Ausbreitung.

Was bedeutet das für Urlauber aus Berlin?

Viele Länder in Afrika gehören zu beliebten Fernreisezielen – ob für Safari-, Abenteuer oder Strandurlaube. Aktuell gilt für deutsche Staatsbürger keine landesweite Reisewarnung für die betroffenen Länder, es wird aber von Reisen in Ebola-Gebiete abgeraten.

In den aktuellen Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes in Berlin heißt es für die DR Kongo: „Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile der Demokratischen Republik Kongo einschließlich der Hauptstadt Kinshasa wird abgeraten.“

Ebola-Infizierter in Charité

Besondere Brisanz bekommt der Fall jetzt durch einen ersten Infizierten aus den USA. Das US-amerikanische Center for Disease Control and Prevention hatte bereits am Montag davon gesprochen, dass sich ein US-amerikanischer Arzt im Kongo angesteckt habe – und in Deutschland behandelt werden solle.

Das Bundesgesundheitsministerium hat dies bestätigt. Der Grund: kürzere Flugzeit und Deutschlands hohe Ebola-Expertise. Laut Ministerium bestehe für andere Patienten der Charité sowie die  Bevölkerung keinerlei Gefahr.

Vor dem Urlaub: Reisehinweise checken

Trotzdem gilt: Wer eine Reise nach Afrika plant, sollte sich unbedingt vorab informieren, Reisehinweise regelmäßig checken und unnötige Reisen in betroffene Regionen vermeiden. Denn: Ebola ist kein Massenvirus wie Corona, aber eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten überhaupt.

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.