Haben Sie auch schon Ärger mit dem RE1 gehabt? Die RE1-Zuglinie zwischen Magdeburg und Frankfurt (Oder) ist bei den Fahrgästen genauso beliebt wie gefürchtet. Denn 2026 sind bis April bereits 13 Prozent der Verbindungen durch Baustellen ausgefallen, so die ODEG.
Großbaustellen Köpenick und Fangschleuse machen Sorgen
Problem: die Großbaustellen zum Neubau der Bahnhöfe Berlin-Köpenick und Fangschleuse. Diese beeinträchtigen die Verlässlichkeit der Linie.
Seit nunmehr vier Jahren betreibt die ODEG diese Verbindung. Sie gilt als eine der meistgenutzten Strecken Brandenburgs. Rund 60.000 Menschen nutzen nach ODEG-Angaben täglich den RE1.
Kein Wunder: Mit Magdeburg, Potsdam und Berlin verbindet er gleich drei Landeshauptstädte. Doch seit einiger Zeit häufen sich kurzfristige Ausfälle, Verspätungen und kurzfristig angekündigter Ersatzverkehr. Die ODEG macht dafür insbesondere die Konzerntochter DB InfraGO als Gleisnetzbetreiber verantwortlich.

„Die Strecke zwischen Berlin und Frankfurt ist seit Jahren eine Großbaustelle“, so ODEG-Geschäftsführer Lars Gehrke. Und deswegen droht der Osten Brandenburgs abgehängt zu werden.
Dazu passt: Die Deutsche Bahn hat bereits angekündigt, die Strecke zwischen Ostbahnhof und Frankfurt (Oder) ab 2029 für neun Monate zu sanieren. Die ODEG rechnet angesichts dieser Ankündigung mit drastischen Ausfällen und Verbindungsproblemen.
„Man kann Ostbrandenburg nicht so zurücklassen, wie man das mit dieser Vollsperrung in Erwägung zieht“, meint auch der brandenburgische Linke-Bundestagsabgeordnete Christian Görke (64).




