Einfacher kann man in Berlin kaum an Geld kommen. Die Deutsche Bahn und die Berliner S-Bahn verschenken eine Prämie von bis zu 1000 Euro, wenn Fahrgäste an Bahnsteigen und in Zügen besonders aufmerksam sind.
Deutsche Bahn und Berliner S-Bahn hängen 1000 Euro Belohnung aus
Rund 1,4 Mio. Menschen springt täglich dieses Schild ins Gesicht. In den Berliner S-Bahnen hängt eine Tafel mit der Aufschrift: „Belohnung“. Denn der Vandalismus in und an Zügen wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Wer also einen Täter auf frischer Tat ertappt, soll umgehend die Polizei rufen. Dem Anrufer winken bis zu 1000 Euro Belohnung – dabei kommt es auf das Delikt an.
Auf der Website der S-Bahn Berlin heißt es: „Sachbeschädigung ist kein Kavaliersdelikt! Wir müssen jedes Jahr mehrere Millionen Euro aufwenden, um Vandalismusschäden und Schmierereien zu beseitigen.“ Auf den Tafeln in den Zügen heißt es, dass jährlich fünf Millionen Euro für die Zerstörungen investiert werden müssen.
Die Schäden gehen von zerkratzten Scheiben, über zerschnittene Sitzpolster bis zu mit Graffiti beschmierten Innen- und Außenwänden der Züge. „So haben wir jährlich ca. 3.000 Schäden an Zugfensterscheiben zu beheben und gut 6.200 Sitzpolster müssen ausgetauscht werden“, heißt es auf der Website.
So häufig wird von Fahrgästen jährlich Vandalismus angezeigt
Auf KURIER-Nachfrage sagt ein Bahnsprecher über die Belohnung: „Die S-Bahn Berlin hat über die letzten Jahre im Schnitt 40 Hinweise pro Jahr erhalten und je Hinweis zwischen 100 Euro und 1.000 Euro ausbezahlt.“



