Der Strom ist früher zurück als erhofft. Und das ist erst mal die wichtigste Nachricht. In klirrender Kälte haben Einsatzkräfte, Technikerinnen, Fahrer, Helferinnen und Helfer alles gegeben – rund um die Uhr, pragmatisch, ohne großes Tamtam. Dafür ein riesengroßes Dankeschön. Berlin hat gezeigt: Wenn’s ernst wird, funktioniert Zusammenhalt.

Mit dem Licht geht die Verantwortung nicht einfach aus
Jetzt sind zwei Dinge gefragt – und zwar sofort:
Erstens: Vorsicht beim Wiederhochfahren.
Eingefrorene Häuser, kalte Leitungen, sensible Technik – wer jetzt hastig startet, riskiert Schäden, die uns noch Wochen beschäftigen. Sorgfalt ist keine Bremse, sondern Schadensbegrenzung.
Zweitens – und vor allem: Diese Lektion darf nicht verpuffen.
Kritische Infrastruktur ist kein Randthema für Fachgremien, sondern Überlebensfrage einer Millionenstadt. Strom, Wärme, Kommunikation – das muss robuster, besser abgesichert, ernster genommen werden.
Der Berliner Südwesten hat gelitten
Und vergessen wir bei aller Technik nicht die Menschen: fünf Tage ohne Licht, ohne Wärme, ohne verlässliche Verbindung zur Außenwelt. Kinder schliefen in Jacken, Alte tasteten sich durch dunkle Wohnungen, Essen verdarb, Sorgen wuchsen, Nächte wurden endlos. Berlin hat gefroren, gehofft, durchgehalten – leise, zäh, solidarisch.
Wir sind bei der Politik
Kai Wegner,
Iris Spranger,
Franziska Giffey,


